Schwellung und Infektion

Beim Essen schwillt es unter dem Kiefer an: ein Speichelstein?

Eine Drüse, die bei jeder Mahlzeit anschwillt und nach ein, zwei Stunden abschwillt, zeigt eine Verstopfung in ihrem Ausführungsgang an

Sie setzen sich an den Tisch, mit den ersten Bissen taucht unter dem Kieferknochen eine gespannte, schmerzhafte Schwellung auf, die einige Zeit nach dem Essen langsam wieder zurückgeht. Dieser Kreislauf bedeutet fast immer eine Verstopfung im Ausführungsgang der Unterkieferspeicheldrüse, und was ihn verstopft, ist meist ein kleiner Stein. Die allgemeine Unterscheidung der Schwellungen unter dem Kiefer haben wir auf einer eigenen Seite beschrieben; diese Seite befasst sich nur mit der Schwellung, die mit dem Essen kommt. Sie lesen hier, was Sie je nach Größe und Lage des Steins zu Hause versuchen können, welche Bildgebung den Stein übersehen kann, welches Verfahren die Drüse erhält und bei welchem Zeichen Sie mit dem Abwarten aufhören sollten.

Kurze Antwort

Schwillt es beim Essen unter dem Kiefer an und ein, zwei Stunden nach der Mahlzeit wieder ab, ist sehr wahrscheinlich der Gang der Unterkieferspeicheldrüse verstopft; die häufigste Ursache ist ein Speichelstein. Essen regt den Speichelfluss an, der Speichel staut sich in der Drüse, und sie schwillt an. Mit viel Wasser, sanfter Massage und sauren Bonbons gehen kleine Steine oft von selbst ab. Sonst gehen Sie in eine HNO-Praxis oder zur Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Fieber, Rötung und Eiter im Mund zeigen eine Infektion der Drüse; dann noch am selben Tag in die Praxis. Atemnot, Sprech- oder Schluckbeschwerden sind ein Notfall: Notruf 112 oder Notaufnahme.

Typischer Kreislauf
Schwillt beim Essen an, geht innerhalb einiger Stunden zurück
Lage der Steine
Etwa 80 Prozent in der Unterkieferspeicheldrüse
Größe, die sich endoskopisch entfernen lässt
Meist bis 5 Millimeter
Notfallzeichen
Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen oder Schlucken

Warum die Schwellung genau beim Essen kommt

Die Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) ist eine walnussgroße Drüse, die an der Innenseite des Kieferknochens knapp über seinem unteren Rand sitzt. Der Speichel, den sie bildet, fließt über einen dünnen Gang (Wharton-Gang) zu einer kleinen Öffnung unter der Zunge, hinter den Frontzähnen. In Ruhe bildet die Drüse wenig; beim Anblick von Essen, bei seinem Geruch und vor allem, wenn etwas Saures in den Mund kommt, steigt der Speichelfluss deutlich an.

Sitzt im Gang ein Stein, zeigt sich das Bild mit diesem Anstieg. Die MSD Manuals schreiben, dass verstopfende Steine Schwellung und Schmerzen in der Drüse verursachen, besonders nach dem Essen, das den Speichelfluss anregt. Auch der NHS beschreibt, dass bei einer vollständigen Verstopfung der Schmerz beim Essen kommt und ein, zwei Stunden anhält. Bei einer teilweisen Verstopfung sickert der Speichel langsam ab, und die Schwellung geht zurück; deshalb kommen und gehen die Beschwerden und bleiben bei manchen Mahlzeiten ganz aus. Ein Teil der Steine macht überhaupt keine Beschwerden und fällt zufällig auf einem Röntgenbild auf, das aus einem anderen Grund gemacht wurde.

Warum sich die Steine gerade hier am häufigsten bilden, ist ebenfalls bekannt. Die MSD Manuals geben an, dass etwa 80 Prozent der Steine in der Unterkieferspeicheldrüse entstehen, die meisten übrigen in der Ohrspeicheldrüse vor dem Ohr (Parotis) und 1 Prozent in der Unterzungenspeicheldrüse, und dass etwa ein Viertel der Betroffenen mehr als einen Stein hat. Die Steine bestehen meist aus Calciumphosphat und lagern sich dort ab, wo der Speichel stockt. Dieselbe Quelle beschreibt, dass der Speichel bei geschwächten Menschen, bei Flüssigkeitsmangel, bei geringer Nahrungsaufnahme oder unter Medikamenten stockt, die den Speichel vermindern (Anticholinergika); sie fügt hinzu, dass bestehende oder wiederkehrende Steine die Drüse anfällig für Infektionen machen. Der NHS schreibt dagegen, dass die Ursache der Steine nicht genau bekannt ist und es deshalb keinen sicheren Weg gibt, ihnen vorzubeugen.

Um diesen Kreislauf zu Hause klarer zu erkennen, können Sie einen einfachen Versuch machen. Vergleichen Sie auf nüchternen Magen, wenn keine Schwellung besteht, beide Seiten unter dem Kiefer im Spiegel und mit den Fingern. Lutschen Sie dann eine Zitronenscheibe oder ein zuckerfreies saures Bonbon und beobachten Sie in den folgenden Minuten die Seite mit der Schwellung. Eine verstopfte Drüse antwortet auf diesen Reiz oft schnell mit Spannung und Völlegefühl. Notieren Sie über einige Mahlzeiten am selben Tag, in welcher Minute die Schwellung beginnt und wie lange sie zum Abklingen braucht. Diese Aufzeichnung stellt keine Diagnose, ist aber die wertvollste Information, die Sie in die Praxis mitbringen können. Ändert sich die Schwellung mit dem Essen überhaupt nicht, passt das Bild dieser Seite nicht zu Ihnen; lesen Sie die Unterscheidung der übrigen Schwellungen unter dem Kiefer.

Wo der Stein sitzt, bestimmt sowohl die Beschwerden als auch die Behandlung. Steine am mündungsnahen Ende des Gangs sind manchmal als harter Punkt unter der Zunge zu sehen oder zu tasten; die MSD Manuals schreiben, dass sich der Stein bei einer Untersuchung des Mundbodens mit beiden Händen gelegentlich tasten lässt. Steine in dem Bereich, an dem die Drüse in den Gang übergeht (Hilus), oder in der Drüse selbst sind meist größer und vom Mund aus nicht zu sehen. In einer Studie aus Korea, in der 428 Operationen ausgewertet wurden, waren Steine in der Drüse und im Hilus deutlich größer als Steine im vorderen und mittleren Abschnitt des Gangs.

Bei der Bildgebung gibt es eine Feinheit, die Sie kennen sollten: Der Ultraschall ist die erste Wahl, zeigt aber nicht jeden Stein. Die MSD Manuals schreiben, dass seine Empfindlichkeit je nach Studie zwischen 60 und 95 Prozent liegt. In einer Serie aus Philadelphia mit 68 endoskopisch bestätigten Fällen zeigte der Ultraschall bei den 48 Patientinnen und Patienten, die ihn erhielten, 65 Prozent der Steine, die Computertomografie 98 Prozent, und die meisten Steine, die der Ultraschall übersah, lagen am vorderen Ende des Gangs. Ist die Schwellung beim Essen also deutlich, der Ultraschall aber unauffällig, heißt das nicht unbedingt, dass kein Stein da ist. Laut derselben Quelle sind 90 Prozent der Steine der Unterkieferspeicheldrüse im Röntgenbild zu sehen, 90 Prozent der Parotissteine dagegen nicht.

Kann sich eine verstopfte Drüse lange nicht entleeren, kann sie sich infizieren. Der NHS nennt Schmerzen, Rötung oder Eiter rund um den Stein und hohes Fieber als Zeichen einer Infektion. Die MSD Manuals beschreiben bei einer bakteriellen Speicheldrüsenentzündung Fieber, Schüttelfrost, einseitige Schmerzen und Schwellung, eine harte, druckempfindliche Drüse, eine Rötung der Haut darüber und Eiter, der beim Ausstreichen aus der Gangmündung austritt; sie schreiben, dass dieses Bild vor allem bei Menschen mit trockenem Mund, Flüssigkeitsmangel und chronischen Erkrankungen auftritt und ein Abszess, falls er entsteht, entleert werden muss.

Ein weiteres Bild ist nicht Thema dieser Seite, darf aber nicht verwechselt werden: eine Infektion, die sich von einem Zahn ausbreitet. Auch eine Infektion, die von den unteren Backenzähnen ausgeht, kann den Bereich unter dem Kiefer anschwellen lassen, aber sie kommt und geht nicht mit dem Essen; sie macht eine dauerhafte Schwellung, die immer härter und größer wird. Der NHS nennt beim Zahnabszess Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen oder Schlucken, viel Schwellung im Mund, Probleme beim Öffnen des Mundes, Schwellung oder Schmerzen am Auge und plötzlich einsetzende Sehstörungen als Gründe, 999 zu wählen oder in die Notaufnahme zu gehen; in der Türkei ist das der Notruf 112.

Welche Schwellung Sie zu Hause angehen können und welche nicht warten darf

In der ersten Liste stehen Maßnahmen, die Sie einige Tage zu Hause versuchen können. Trifft auch nur ein Punkt der zweiten Liste auf Sie zu, hören Sie mit dem Abwarten zu Hause auf.

Wann es passt

  • Die Schwellung kommt mit dem Essen und geht nach der Mahlzeit vollständig zurückSo verhält sich eine teilweise Verstopfung. Der NHS empfiehlt, viel Wasser zu trinken, den Bereich um den Stein sanft zu massieren und den Speichelfluss mit zuckerfreiem Kaugummi oder Bonbons anzuregen; kleine Steine gehen manchmal von selbst ab.
  • Es gibt kein Fieber, keine Rötung und keinen EiterBei einer Verstopfung ohne Zeichen einer Infektion kann der erste Schritt zu Hause erfolgen. Gegen die Schmerzen empfiehlt der NHS Paracetamol oder Ibuprofen und das Lutschen von Eiswürfeln.
  • Sie sehen unter der Zunge einen kleinen, harten PunktDas kann ein Stein nahe der Gangmündung sein, und Steine an dieser Stelle lassen sich oft leicht vom Mund aus entfernen. Versuchen Sie nicht, ihn selbst herauszuholen; der NHS sagt, dass nichts Spitzes verwendet werden soll.
  • Sie haben in den letzten Tagen wenig getrunken oder ein neues Medikament begonnenFlüssigkeitsmangel und Medikamente, die den Speichel vermindern, machen den Speichel zäher und begünstigen eine Verstopfung. Mehr zu trinken ist der erste Schritt; sagen Sie der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt, dass Ihr Speichel weniger geworden ist.

Wann eher nicht

  • Sie haben Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen oder SchluckenDer NHS sagt, in diesem Fall 999 zu wählen oder in die Notaufnahme zu gehen; in der Türkei ist das der Notruf 112. Warten Sie auch nicht, wenn der Mundboden hart wird und die Zunge nach oben gedrückt wird.
  • Es gibt Fieber, Rötung oder Eiter im MundDer NHS wertet Schmerzen, Rötung oder Eiter rund um den Stein als Zeichen einer Infektion und will, dass Sie ärztliche Hilfe suchen. Bei diesem Bild reicht eine Massage zu Hause nicht aus.
  • Die Schwellung geht nach dem Essen überhaupt nicht mehr zurückDann ist an eine vollständige Verstopfung oder eine Entzündung der Drüse zu denken. Lassen Sie sich noch in derselben Woche untersuchen.
  • Die Schwellung ändert sich nicht mit dem Essen, ist hart und wird immer größerSo verhält sich kein Speichelstein. Eine Untersuchung ist nötig, um eine Infektion vom Zahn oder eine andere Veränderung in der Drüse abzuklären.

In welcher Reihenfolge in der Praxis vorgegangen wird

Diese Beschwerde gehört in die HNO-Heilkunde oder in die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt kann die erste Untersuchung übernehmen, den Stein auf dem Röntgenbild sehen und Sie überweisen.

  1. 1

    Zuerst werden Notfallzeichen ausgeschlossen

    Bestehen Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen und Schlucken, ein harter Mundboden oder hohes Fieber, erfolgt die Beurteilung in der Notaufnahme.

  2. 2

    Nach dem Zusammenhang mit dem Essen wird gefragt

    Besprochen wird, bei welcher Mahlzeit die Schwellung beginnt, wie lange sie zum Abklingen braucht, wie oft sie wiederkehrt und ob schon einmal ein Stein abgegangen ist. Zeigen Sie Ihre Notizen und die Fotos, die Sie während einer Schwellung gemacht haben.

  3. 3

    Der Mundboden wird mit beiden Händen untersucht

    Eine Hand liegt im Mund unter der Zunge, die andere außen unter dem Kiefer. Steine im vorderen Abschnitt des Gangs lassen sich so oft tasten; beim Ausstreichen der Drüse wird geprüft, ob aus der Gangmündung klarer, trüber oder eitriger Speichel kommt.

  4. 4

    Bildgebung

    Meist wird mit einem Ultraschall begonnen. Bleibt der Ultraschall unauffällig, halten die Beschwerden aber an, wird eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie veranlasst; bekannt ist, dass der Ultraschall besonders Steine am vorderen Ende des Gangs übersehen kann.

  5. 5

    Größe und Lage des Steins werden gemessen

    Das sind die beiden Angaben, die die Behandlung bestimmen. Steine nahe der Mündung werden über einen kleinen Schnitt im Mund entfernt, kleine Steine im Gang endoskopisch, große Steine in der Drüse mit anderen Verfahren.

  6. 6

    Behandlung und Kontrolle

    Liegt eine Infektion vor, zuerst Antibiotikum und Flüssigkeit, danach die Entfernung des Steins. Nach dem Eingriff wird kontrolliert, ob die Beschwerden wiederkehren.

Möglichkeiten je nach Lage und Größe des Steins

Die folgenden Wege konkurrieren nicht miteinander; wo der Stein sitzt und wie groß er ist, bestimmt, welcher passt. Heute ist das Ziel, die Drüse so weit wie möglich zu erhalten.

01

Den Speichelfluss zu Hause anregen und massieren

Viel Wasser, saure Bonbons oder Zitrone, eine sanfte Massage von der Drüse in Richtung Gangmündung. Die MSD Manuals schreiben, dass viele Steine mit diesen Maßnahmen oder von selbst abgehen.

02

Eröffnung des Gangs vom Mund aus

Bei tastbaren Steinen nahe der Mündung die Entfernung über einen kleinen Schnitt im Mund. In der koreanischen Studie wurden 83,7 Prozent der Steine am vorderen Ende des Gangs auf diesem Weg entfernt. Auch bei Steinen dort, wo die Drüse in den Gang übergeht, kann eine Entfernung vom Mund aus möglich sein: In einer Serie mit 43 Patientinnen und Patienten wurde der Stein bei 42 entfernt, und die gemessene Drüsenfunktion stieg nach dem Eingriff an.

03

Endoskopie des Speichelgangs (Sialendoskopie)

Eine dünne Kamera wird in den Gang eingeführt, der Stein sichtbar gemacht und entfernt. Die MSD Manuals schreiben, dass sich Steine bis 5 Millimeter endoskopisch entfernen lassen. In einer Übersichtsarbeit über 91 Studien mit 8.218 Patientinnen und Patienten lag der Erfolg bei Steinen bei 89,6 Prozent, in der Unterkieferspeicheldrüse bei 88,3 Prozent; schwere Komplikationen wurden nicht berichtet, und der Anteil derer, bei denen die Drüse später entfernt werden musste, lag je nach Studie zwischen 0 und 14 Prozent.

04

Kombinierte Verfahren bei großen Steinen

Neben dem Endoskop wird der Stein mit dem Laser oder auf anderem Weg zertrümmert oder der Gang zusätzlich vom Mund aus eröffnet. In der koreanischen Studie zeigte sich, dass bei Steinen über 5,5 Millimeter eingreifendere Verfahren gewählt wurden.

05

Entfernung der Drüse

Bei großen Steinen in der Drüse oder bei wiederkehrenden Infektionen wird die Drüse über einen Schnitt am Hals entfernt. In der koreanischen Studie hatte dieses Verfahren mit 15,2 Prozent die höchste Komplikationsrate, die endoskopische Entfernung mit 4,4 Prozent die niedrigste. Deshalb werden die Möglichkeiten, die die Drüse erhalten, zuerst besprochen.

Häufige Fehler bei einem Speichelstein

Die folgenden Entscheidungen kosten bei dieser Beschwerde am häufigsten Zeit oder die Drüse.

Den Stein mit einer Nadel oder Pinzette entfernen wollen

Der NHS sagt, dass zum Entfernen eines Speichelsteins nichts Spitzes verwendet werden soll. Wird die Gangmündung verletzt, kann Narbengewebe den Gang verengen; in einer Übersichtsarbeit, die 91 Studien zusammenführte, lag der Erfolg der Endoskopie bei Engstellen mit 56,3 Prozent deutlich unter den 89,6 Prozent bei Steinen.

Einen unauffälligen Ultraschall für die endgültige Antwort halten

In einer Studie zeigte der Ultraschall 65 Prozent der endoskopisch bestätigten Steine. Hält der typische Kreislauf beim Essen an, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt eine weitere Bildgebung.

Eine Schwellung, die monatelang wiederkehrt, nur beobachten

Eine Drüse, die verstopft bleibt, kann sich immer wieder infizieren. Nach der Entfernung des Steins erholt sich die Funktion bei den meisten Drüsen; wiederkehrende Infektionen können aber bis zur Entfernung der Drüse führen.

Weiter zu wenig trinken

Die MSD Manuals zählen Flüssigkeitsmangel zu den Risikofaktoren für die Steinbildung. Besonders bei älteren Menschen und bei Einnahme entwässernder Mittel ist die Wassermenge über den Tag Teil der Behandlung.

Wie lange es bis zur Besserung dauert

Die Dauer hängt von der Größe des Steins und vom gewählten Verfahren ab; der folgende Ablauf ist ein allgemeiner Rahmen.

  1. Die ersten Tage mit Maßnahmen zu Hause

    Kleine, bewegliche Steine können in dieser Zeit abgehen. Ist der Stein abgegangen, hören Schwellung und Schmerzen beim Essen auf.

  2. Wenn der Stein an seinem Platz bleibt

    Die Schwellung kehrt bei jeder Mahlzeit wieder. Der NHS rät, bei einem Stein, der nicht von selbst abgeht und Beschwerden macht, ärztliche Hilfe zu suchen.

  3. Nach der Entfernung des Steins

    In der Serie mit 43 Patientinnen und Patienten waren bei einer Nachbeobachtung von im Mittel 24 Monaten 37 beschwerdefrei, 2 hatten leichte Zeichen einer Verstopfung, die keine Behandlung brauchten, und bei 4 wurde die Drüse wegen wiederkehrender Infektionen entfernt.

  4. Auf lange Sicht

    Die MSD Manuals geben an, dass etwa ein Viertel der Betroffenen mehr als einen Stein hat und bestehende oder wiederkehrende Steine die Drüse anfällig für Infektionen machen. Der NHS schreibt, dass entfernte Steine meist nicht wiederkommen und die Drüse bei häufigen Rückfällen entfernt werden muss. Kehrt derselbe Kreislauf zurück, melden Sie sich früh.

Warten Sie in diesen Fällen nicht

  • Sie haben Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen oder Schlucken. Warten Sie nicht auf einen Termin, wählen Sie den Notruf 112 oder gehen Sie in die Notaufnahme.
  • Es gibt Fieber, Schüttelfrost, Rötung oder Eiter im Mund. Das zeigt eine Infektion der Drüse; lassen Sie sich noch am selben Tag untersuchen.
  • Die Schwellung geht nach dem Essen nicht zurück. Es kann eine vollständige Verstopfung sein; lassen Sie sich innerhalb weniger Tage untersuchen.
  • Der Kreislauf hält trotz der Maßnahmen zu Hause an. Vereinbaren Sie einen Termin in der HNO-Heilkunde oder der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und fragen Sie nach Größe und Lage des Steins und danach, ob ein Verfahren möglich ist, das die Drüse erhält.

Was die Kosten bestimmt

Wir nennen hier keine einzelne Zahl, denn hinter einer Drüse, die beim Essen anschwillt, kann ein kleiner Stein stehen, der zu Hause abgeht, aber auch ein großer Stein, der die Entfernung der Drüse verlangt. Diese Posten bestimmen den Umfang:

Lage und Größe des Steins
Ein kleiner Stein an der Gangmündung und ein großer Stein in der Drüse verlangen völlig verschiedene Eingriffe.
Bildgebung
Meist reicht ein Ultraschall; besteht der Verdacht auf einen übersehenen Stein, kommt eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie hinzu.
Das gewählte Verfahren
Entfernung vom Mund aus, Endoskopie, Steinzertrümmerung und Entfernung der Drüse erfordern unterschiedliche Ausstattung, Betäubung und Zeit.
Behandlung einer Infektion
Hat sich die Drüse infiziert, sind die medikamentöse Behandlung und bei Bedarf die Entleerung eines Abszesses eigene Posten.

Häufige Fragen

Warum schwillt es beim Essen unter meinem Kiefer an?

Essen regt den Speichelfluss an. Ist der Gang der Unterkieferspeicheldrüse durch einen Stein oder eine Engstelle verstopft, kann der Speichel nicht abfließen, er staut sich in der Drüse, und sie schwillt an. Ein, zwei Stunden nach der Mahlzeit sickert der Speichel langsam ab, und die Schwellung geht zurück.

Geht ein Speichelstein von selbst ab?

Kleine Steine können abgehen. Der NHS empfiehlt, viel Wasser zu trinken, den Bereich um den Stein sanft zu massieren und den Speichelfluss mit zuckerfreiem Kaugummi oder Bonbons anzuregen. Versuchen Sie nicht, ihn mit einem spitzen Gegenstand zu entfernen.

Was, wenn der Speichelstein im Ultraschall nicht zu sehen ist?

Der Ultraschall zeigt nicht jeden Stein; die MSD Manuals schreiben, dass seine Empfindlichkeit zwischen 60 und 95 Prozent liegt, und in einer Studie lagen die meisten übersehenen Steine am vorderen Ende des Gangs. Hält der typische Kreislauf beim Essen an, kann eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie besprochen werden.

Lässt sich ein Speichelstein ohne große Operation entfernen?

Meist wird er so entfernt, dass die Drüse erhalten bleibt. Steine nahe der Gangmündung werden über einen kleinen Schnitt im Mund entfernt, Steine bis 5 Millimeter meist endoskopisch. In einer Übersichtsarbeit lag der Erfolg der Endoskopie bei Steinen bei 89,6 Prozent.

Wird mein Mund trocken, wenn die Speicheldrüse entfernt wird?

Diese Frage sollten Sie mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, die oder der die Behandlung durchführt. Bekannt ist: Die Entfernung der Drüse ist die eingreifendste Möglichkeit und war in einer Studie das Verfahren mit der höchsten Komplikationsrate. Deshalb werden Verfahren, die die Drüse erhalten, zuerst geprüft.

Wie entsteht ein Speichelstein?

Der NHS schreibt, dass die Ursache nicht genau bekannt ist. Die MSD Manuals schreiben, dass sich der Stein dort ablagert, wo der Speichel stockt, und dass dieses Stocken bei geschwächten Menschen, bei Flüssigkeitsmangel, bei geringer Nahrungsaufnahme oder unter Medikamenten vorkommt, die den Speichel vermindern.

An wen wende ich mich?

An die HNO-Heilkunde oder die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Auch Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt kann die erste Untersuchung übernehmen; die meisten Steine der Unterkieferspeicheldrüse sind im Röntgenbild zu sehen.

Was sollte ich in der Praxis fragen?

Wie viele Millimeter misst der Stein und wo sitzt er, lässt er sich vom Mund aus oder endoskopisch unter Erhalt der Drüse entfernen, ist eine weitere Untersuchung nötig, wenn die Bildgebung keinen Stein gezeigt hat, und was tue ich, wenn ich Zeichen einer Infektion bemerke.

Quellen

Verwandte Seiten

Nächster Schritt

Senden Sie Ihre Röntgenaufnahme, wir besprechen die Optionen.

Teilen Sie Ihre DVT- oder Panoramaaufnahme. Innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie eine Einschätzung, welche Option für Ihren Zahn realistisch ist.

Anfragen