Schmerz & Empfindlichkeit

Kieferschmerzen am Morgen: nächtliches Zähnepressen oder Schlafapnoe?

Ein Kiefer, der beim Aufwachen müde und schmerzhaft ist und sich im Lauf des Tages bessert, erzählt meist von Kaumuskeln, die nachts gearbeitet haben

Wenn Sie morgens beim Aufwachen Schmerzen und Müdigkeit im Kiefer, in den Wangen oder an den Schläfen haben und dieses Gefühl im Lauf des Tages nachlässt, ist die häufigste Erklärung unbemerktes Zähnepressen oder Zähneknirschen im Schlaf (Schlafbruxismus) und die Belastung, die es in Kaumuskulatur und Kiefergelenk hinterlässt. Manchmal kommen Schnarchen und Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe) hinzu. Im Folgenden finden Sie die möglichen Ursachen von Kieferschmerzen am Morgen, worauf Sie zu Hause achten können, was eine Aufbissschiene leistet und was nicht und in welcher Lage Sie ohne zu warten zum Arzt gehen sollten.

Kurze Antwort

Ein Kiefer, der morgens schmerzt und sich tagsüber bessert, kommt meist von Zähnepressen oder Knirschen im Schlaf (Bruxismus) und nachts ermüdeten Kaumuskeln. Laut NHS sind Stress und Angst die häufigste Ursache des Knirschens; Schnarchen und Schlafapnoe können dazukommen. Erster Schritt ist die zahnärztliche Untersuchung; Schiene zum Zahnschutz, Pressen bemerken und verringern und Schlaf ordnen sind die ersten Schritte; die Schiene schützt die Zähne, beendet das Pressen aber nicht allein. Bei Atemaussetzern, Nach-Luft-Schnappen, Würgegeräuschen oder ständiger Tagesmüdigkeit auch zum Hausarzt. Können Sie den Mund nicht öffnen oder nicht essen und trinken, gehen Sie am selben Tag zum Arzt.

Häufigste Ursache
Zähnepressen oder Zähneknirschen im Schlaf (Schlafbruxismus)
Typischer Verlauf
Schmerz und Müdigkeit morgens am stärksten, im Lauf des Tages abnehmend
Mögliche Begleiter
Schläfenschmerz, Ohrenschmerz, abgenutzte Zähne, unterbrochener Schlaf
Auch zum Hausarzt
Lautes Schnarchen, Atemaussetzer im Schlaf, starke Tagesschläfrigkeit

Warum der Kiefer morgens schmerzt

Im Schlaf ruhen die Kaumuskeln nicht vollständig. Ein internationaler Expertenkonsens definiert Bruxismus als wiederholte Aktivität der Kaumuskulatur in Form von Zähnepressen oder Zähneknirschen oder als Anspannen oder Vorschieben des Unterkiefers und unterscheidet den Bruxismus im Schlaf (Schlafbruxismus) vom Bruxismus im Wachzustand (Wachbruxismus). Beim Schlafbruxismus ziehen sich die Muskeln rhythmisch oder nicht rhythmisch zusammen. Wiederholen sich diese Kontraktionen die ganze Nacht, wachen die Muskeln morgens müde und empfindlich auf; je mehr sie sich tagsüber erholen, desto mehr lässt der Schmerz nach.

Der NHS nennt als Zeichen des Zähneknirschens einen schmerzenden Kiefer, abgenutzte oder abgebrochene Zähne und die damit verbundene Empfindlichkeit, Kopfschmerz, Ohrenschmerz und unterbrochenen Schlaf. Er schreibt, dass aus einem schmerzenden Kiefer mit der Zeit eine Störung von Kiefergelenk und Kaumuskulatur (kraniomandibuläre Dysfunktion, CMD) werden kann. Die Beschwerden der CMD sind laut NHS Schmerzen um Kiefer, Ohr und Schläfe, Klicken, Knacken oder Reiben bei Kieferbewegungen, Kopfschmerz an den Schläfen, eine eingeschränkte Mundöffnung und Blockaden. Der NHS ergänzt, dass eine CMD auch den Schlaf stören kann; Schmerz und schlechter Schlaf können sich also gegenseitig verstärken.

Die Ursachen lassen sich nicht unter einer Überschrift zusammenfassen. Der NHS schreibt, dass Stress und Angst die häufigste Ursache des Zähneknirschens sind und dass Schlafprobleme wie Schnarchen und Schlafapnoe, manche Medikamente gegen Schlafstörungen, Depression oder Angst, Rauchen und zu viel Alkohol oder Koffein damit einhergehen können. Der Expertenkonsens hält dagegen fest, dass Bruxismus bei gesunden Menschen nicht als eigenständige Krankheit gesehen werden sollte, sondern als Verhalten, das für bestimmte Folgen ein Risiko darstellen kann. Diese Unterscheidung ist wichtig: Ziel ist nicht, den Bruxismus ganz zu beseitigen, sondern den Schaden und den Schmerz zu verringern, die er verursacht.

Der Zusammenhang mit der Schlafapnoe ist verwirrend, weil Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Der NHS nennt als Zeichen der Schlafapnoe Atemaussetzer und Wiedereinsetzen der Atmung im Schlaf, Nach-Luft-Schnappen, Schnauben oder Würgegeräusche, lautes Schnarchen, starke Tagesmüdigkeit und Kopfschmerz beim Aufwachen. Eine 2024 veröffentlichte Metaanalyse fand, dass Schlafbruxismus bei Menschen mit Schlafapnoe nicht signifikant häufiger war als in der Kontrollgruppe, betonte aber die geringe Qualität der eingeschlossenen Studien. Eine 2026 veröffentlichte Umbrella-Übersicht schreibt dagegen, dass beide Zustände häufig zusammen auftreten, der ursächliche Zusammenhang aber unklar ist.

Auf der Seite von Kiefergelenk- und Muskelschmerz ist der Zusammenhang deutlicher. In der OPPERA-Kohorte in den USA, in der 2604 Menschen zwischen 18–44 Jahren begleitet wurden, war das Risiko einer erstmals auftretenden CMD bei Menschen, die mindestens zwei von lautem Schnarchen, Tagesschläfrigkeit, beobachteten Atemaussetzern und Bluthochdruck aufwiesen, also eine hohe Wahrscheinlichkeit für Schlafapnoe hatten, etwa 1,7-mal höher, und die Zeichen der Schlafapnoe gingen der CMD voraus. Das ist eine Beobachtungsstudie; sie beweist nicht, dass Schlafapnoe eine CMD verursacht, spricht aber dafür, beides zu untersuchen, wenn Kieferschmerzen am Morgen und Schnarchen zusammen auftreten.

Es gibt eine einfache Kontrolle, die Sie zu Hause machen können. Fragen Sie die Person, mit der Sie zusammenleben, ob sie nachts Knirschgeräusche hört, ob Sie schnarchen und ob Ihre Atmung aussetzt; auch der NHS schreibt, dass Schlafapnoe schwer zu erkennen ist und es helfen kann, wenn jemand Sie im Schlaf beobachtet. Schauen Sie im Spiegel, ob die Kauflächen Ihrer Zähne abgeflacht sind oder die Kanten Absplitterungen haben und ob am Rand Ihrer Zunge Zahnabdrücke zu sehen sind. Versuchen Sie, tagsüber zu bemerken, ob sich Ihre Zähne berühren: Der NHS schreibt, dass die Zähne außer beim Essen voneinander getrennt sein sollten.

Man sollte auch wissen, dass Kieferschmerzen am Morgen nicht immer von den Muskeln kommen. Ein pochender Schmerz, der beim Hinlegen in der Nacht zunimmt und in einem einzelnen Zahn sitzt, spricht für den Zahn selbst. Kommen zum Kieferschmerz Druckempfindlichkeit an der Schläfe, eine beim Kämmen schmerzende Kopfhaut oder Sehbeschwerden hinzu, zählt der NHS das zu den Zeichen, die eine dringende Abklärung erfordern; laut NHS gehören Kieferschmerz beim Essen und eine empfindliche Kopfhaut zu den Zeichen einer Arteriitis temporalis; diese Erkrankung kann unbehandelt zu Sehverlust führen. Nicht essen und trinken zu können und den Mund nicht ganz öffnen zu können, gehören ebenfalls zu den Lagen, in denen der NHS einen dringenden Termin verlangt.

Die Frage des Bisses wird oft missverstanden. Das US-amerikanische National Institute of Dental and Craniofacial Research (NIDCR) schreibt, dass die Forschung die Annahme nicht stützt, ein schlechter Biss oder eine kieferorthopädische Behandlung verursache eine CMD, dass Behandlungen, die den Biss durch Einschleifen der Zähne oder auf anderem Weg dauerhaft verändern, nicht helfen und das Problem verschlimmern können. Das Ersetzen fehlender Zähne ist eine eigene Entscheidung für Kauen und Sprechen; es sollte nicht als Behandlung von Kieferschmerzen am Morgen angeboten werden.

Welche Zeichen auf die Muskeln, welche auf eine andere Ursache hindeuten

Die erste Liste enthält Zeichen, die einen Ursprung im nächtlichen Zähnepressen und in der Kaumuskulatur wahrscheinlicher machen; damit gehen Sie zu Ihrem Zahnarzt. Die zweite Liste enthält Zeichen, die auf eine andere Ursache oder eine Lage hindeuten, die nicht warten sollte.

Wann es passt

  • Wenn der Schmerz beim Aufwachen am stärksten ist und sich im Lauf des Tages bessertDieses Muster spricht für Kaumuskeln, die die ganze Nacht gearbeitet haben. Bei Menschen, die tagsüber pressen, kann der Schmerz auch gegen Abend zunehmen.
  • Wenn die Person, mit der Sie zusammenleben, nachts Knirschgeräusche hörtDer NHS zählt es als Grund, zum Zahnarzt zu gehen, wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin sagt, dass Sie im Schlaf mit den Zähnen knirschen.
  • Wenn die Zähne Abnutzung, Absplitterungen oder eine neue Empfindlichkeit zeigenDer NHS zählt abgenutzte oder abgebrochene Zähne und die damit verbundene Empfindlichkeit zu den Zeichen des Zähneknirschens. Der Zahnarzt kann die Abnutzungsspuren bei der Untersuchung sehen.
  • Wenn der Schmerz in beiden Wangen oder an den Schläfen sitzt und Druck auf die Muskeln denselben Schmerz auslöstWenn Druck auf die Kaumuskeln an Wange und Schläfe den vertrauten Schmerz auslöst, spricht das für einen Muskelschmerz.

Wann eher nicht

  • Lautes Schnarchen, Atemaussetzer oder Würgegeräusche im Schlaf, starke TagesschläfrigkeitDer NHS verlangt bei diesen Zeichen den Gang zum Hausarzt; unbehandelt kann eine Schlafapnoe das Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzkrankheit erhöhen. Der Zahnarzt stellt diese Diagnose nicht allein.
  • Wenn der Schmerz in einem einzelnen Zahn sitzt, sich nachts im Liegen verstärkt oder das Gesicht geschwollen istDas spricht für eine Entzündung von Zahn oder Zahnfleisch. Der NHS verlangt die Notaufnahme, wenn eine Schwellung um das Auge oder am Hals besteht oder eine Schwellung im Mund oder am Hals das Atmen, Schlucken oder Sprechen erschwert; wählen Sie den Notruf 112.
  • Druckempfindlichkeit an der Schläfe, Schmerzen der Kopfhaut, Kieferschmerz, der beim Essen zunimmt, oder SehbeschwerdenDer NHS zählt diese Zeichen zu den Lagen, die einen dringenden Termin erfordern. Gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt; wenn Sie über 50 sind, fragen Sie auch nach der Möglichkeit einer Arteriitis temporalis. Bei Sehverlust oder Doppeltsehen wählen Sie den Notruf 112.
  • Wenn Sie den Mund nicht öffnen können, der Kiefer blockiert oder Sie nicht essen und trinken könnenDer NHS verlangt in diesen Fällen einen dringenden Arzttermin. Versuchen Sie nicht, einen blockierten Kiefer mit Gewalt zu öffnen.

Was bei Kieferschmerzen am Morgen Schritt für Schritt getan wird

Die Reihenfolge trennt zuerst die Lagen, die nicht warten sollten, und geht dann zu Muskeln und Gelenk als Quelle und zum Schlaf über.

  1. 1

    Zuerst die Notfallzeichen

    Bei einer Schwellung um das Auge oder am Hals, einer Schwellung, die Atmen, Schlucken oder Sprechen erschwert, oder bei plötzlichem Sehverlust wählen Sie den Notruf 112. Wenn Sie den Mund nicht öffnen, nicht essen und trinken können oder Druckempfindlichkeit an der Schläfe und Sehbeschwerden haben, gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt.

  2. 2

    Einige Tage Notizen machen

    Schreiben Sie auf, zu welcher Uhrzeit der Schmerz am stärksten ist, wie er sich im Lauf des Tages verändert, ob nachts Schnarchen oder Knirschen bemerkt wurde und wie er mit Kaffee, Alkohol und stressigen Tagen zusammenhängt. Diese Notizen erleichtern dem Arzt die Unterscheidung.

  3. 3

    Zahnärztliche Untersuchung

    Der Zahnarzt beurteilt Abnutzung und Absplitterungen an den Zähnen, Druckempfindlichkeit der Kaumuskeln, Geräusche im Kiefergelenk und die Mundöffnung; mit Tests und Röntgenbildern klärt er, ob der Schmerz von einem Zahn kommt. Der Expertenkonsens hält fest, dass Bruxismus anhand der Angaben des Patienten und der Untersuchung, bei Bedarf mit Aufzeichnungen der Muskelaktivität, beurteilt werden kann.

  4. 4

    Erste Maßnahmen zu Hause

    Der NHS empfiehlt weiche Speisen, Paracetamol oder Ibuprofen, Kälte oder Wärme in ein Handtuch gewickelt auf den Kiefer, Massage der schmerzenden Muskeln und Wege zur Entspannung; er rät, keinen Kaugummi zu kauen und nicht auf Stiften zu kauen, nicht mit den Schneidezähnen abzubeißen, nicht sehr weit zu gähnen und außer beim Essen die Zähne nicht zusammenzupressen.

  5. 5

    Aufbissschiene

    Der NHS schreibt, dass der Zahnarzt einen nachts getragenen Mundschutz oder eine Schiene empfehlen kann, die die Zähne vor Schäden schützt. Das NIDCR hält fest, dass diese Schienen Zähne oder Biss nicht verändern und auch helfen können, das Pressen zu verringern, aber nicht so gestaltet sein dürfen, dass sie den Biss dauerhaft verändern.

  6. 6

    Schlaf und Stress

    Bei Schnarchen, Atemaussetzern oder Tagesschläfrigkeit kann der Hausarzt Sie zu einer Schlafuntersuchung überweisen. Der NHS schreibt, dass der Hausarzt auch bei Ursachen wie Stress, Angst, Rauchen und Alkohol helfen kann.

  7. 7

    Spezialist, wenn es nicht vergeht

    Der NHS schreibt, dass bei fehlender Wirkung dieser Maßnahmen an Physiotherapie, Psychologie oder einen Gelenkspezialisten überwiesen werden kann. Das NIDCR empfiehlt, vor nicht umkehrbaren Behandlungen eine zweite Meinung qualifizierter ärztlicher oder zahnärztlicher Fachleute einzuholen.

Was hilft

Der NHS schreibt, dass Zähneknirschen nicht immer behandelt werden muss und eine CMD sich oft von selbst bessert. Das NIDCR empfiehlt statt Behandlungen mit begrenzter Evidenz zuerst schonende und umkehrbare Ansätze.

01

Was Sie selbst tun können

Der NHS empfiehlt, Wege zur Entspannung zu finden, Atemübungen und regelmäßige Bewegung, jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen, ein dunkles und ruhiges Schlafzimmer und den Verzicht auf Rauchen, viel Alkohol und Koffein. Die NHS-Seite zum Kiefergelenk empfiehlt, in ein Handtuch gewickeltes Eis jeweils höchstens 5 Minuten und eine Wärmflasche zweimal täglich 15 bis 20 Minuten anzuwenden.

02

Aufbissschiene

Eine vom Zahnarzt nach Abdruck angefertigte Schiene schützt die Zähne nachts vor Schäden. Das NIDCR betont, dass die Schiene den Biss nicht verändern darf. Wenn der Schmerz mit der Schiene zunimmt, sagen Sie es Ihrem Zahnarzt.

03

Physiotherapie und psychologische Unterstützung

Der NHS schreibt, dass bei Bedarf für Kieferübungen und Massage an die Physiotherapie und, wenn Stress und Angst den Schmerz verstärken, an die Psychologie überwiesen werden kann.

04

Behandlung der Schlafapnoe

Der NHS schreibt, dass Veränderungen wie Abnehmen, Rauchstopp und weniger Alkohol eingesetzt werden, bei vielen Menschen ein CPAP-Gerät, das im Schlaf über eine Maske Luft zuführt, und dass in manchen Fällen auch eine Schiene im Mund, die den Unterkiefer nach vorn hält, eine Möglichkeit ist. Diese Schiene wird zusammen mit dem Zahnarzt geplant.

05

Fachärztliche Behandlung, wenn es anhält

Der NHS schreibt, dass ein Gelenkspezialist bei fehlender Wirkung dieser Ansätze Möglichkeiten wie schmerzlindernde Spritzen oder eine Operation prüfen kann. Das NIDCR verlangt, vor Behandlungen mit dauerhaften Veränderungen Nutzen, Risiken und Alternativen zu besprechen.

Häufige Fehler bei Kieferschmerzen am Morgen

Im Folgenden die falschen Entscheidungen, die bei diesem Bild häufig vorkommen, und ihr Preis.

Sich zur Schmerzlinderung auf eine Behandlung einlassen, die den Biss dauerhaft verändert

Das NIDCR schreibt, dass Behandlungen, die den Biss durch Einschleifen der Zähne oder auf anderem Weg dauerhaft verändern, nicht helfen und das Problem verschlimmern können. Wenn Ihnen so etwas vorgeschlagen wird, holen Sie eine zweite Meinung ein.

Von der Aufbissschiene erwarten, dass sie den Schlafbruxismus beendet

Eine Cochrane-Übersicht fand nicht genug Evidenz, um zu sagen, dass die Schiene Schlafbruxismus behandelt, hielt aber fest, dass sie im Hinblick auf die Zahnabnutzung nützlich sein kann. Die Schiene schützt die Zähne; die Ursache des Pressens muss gesondert angegangen werden.

Schnarchen und Tagesschläfrigkeit nicht ernst nehmen

Der NHS schreibt, dass eine unbehandelte Schlafapnoe das Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes, Herzkrankheit und müdigkeitsbedingte Unfälle erhöhen kann. Der NHS ergänzt auch, dass ohne ärztliche Empfehlung keine Schlafmittel genommen werden sollten, weil sie die Schlafapnoe verschlimmern können.

Den schmerzenden Kiefer mit Kaugummi oder Knackenlassen lockern wollen

Der NHS empfiehlt, bei Schmerzen keinen Kaugummi zu kauen und harte Speisen zu meiden. Den Kiefer ständig zu bewegen, erhöht die Belastung der Muskeln.

Einen in den Tests gesunden Zahn behandeln lassen

Muskelschmerz kann auch in die Zähne ausstrahlen. Wenn kein Zahn den Schmerz auslöst, fragen Sie vor einem nicht umkehrbaren Eingriff nach Muskeln und Gelenk als Quelle.

Wie lange es dauert, bis es besser wird

Das NIDCR schreibt, dass die meisten CMD kurz andauern und von selbst vergehen, manche aber langwierig werden können. Der folgende Ablauf ist ein allgemeiner Rahmen; der Plan Ihres Arztes hat Vorrang.

  1. Die ersten Tage

    Weiche Speisen, Schmerzmittel, Kälte oder Wärme und darauf achten, die Zähne nicht zusammenzupressen. Notieren Sie Stärke und Dauer des Morgenschmerzes.

  2. Die ersten Wochen

    Schlafrhythmus, Umgang mit Stress, weniger Koffein und Alkohol. Der Zahnarzt nimmt bei Bedarf einen Abdruck für eine Aufbissschiene.

  3. Eingewöhnung an die Schiene

    Die Schiene muss jede Nacht getragen werden. Nimmt der Morgenschmerz ab, sind Sie auf dem richtigen Weg; nimmt er zu oder fühlt sich Ihr Biss anders an, zeigen Sie es dem Zahnarzt.

  4. Wenn es nicht vergeht

    Hält der Schmerz nach Wochen noch an, bestehen Schlafbeschwerden oder wird die Mundöffnung eingeschränkt, kommen Hausarzt, Schlaflabor oder ein Spezialist für Mund- und Gesichtsschmerz ins Spiel.

Warten Sie in diesen Fällen nicht

  • Schwellung um das Auge oder am Hals, Schwellung, die Atmen, Schlucken oder Sprechen erschwert. Wählen Sie sofort den Notruf 112 oder gehen Sie in die nächste Notaufnahme.
  • Plötzlicher Sehverlust oder Doppeltsehen. Wählen Sie ohne zu warten den Notruf 112.
  • Wenn Sie den Mund nicht öffnen, nicht essen und trinken können oder der Kiefer blockiert ist. Gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt.
  • Atemaussetzer im Schlaf, Würgegeräusche oder ständige starke Tagesmüdigkeit. Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt; es hilft, die Person mitzunehmen, die Sie im Schlaf beobachtet hat.
  • Absplitterungen, Abnutzung oder neue Empfindlichkeit der Zähne. Gehen Sie zu Ihrem Zahnarzt und sprechen Sie über die Möglichkeit nächtlichen Zähnepressens.

Was die Kosten bestimmt

Wir nennen hier keine einzelne Zahl, denn die Quelle von Kieferschmerzen am Morgen und die nötigen Schritte sind von Mensch zu Mensch verschieden. Den Umfang bestimmen diese Punkte:

Ob eine Aufbissschiene nötig ist
Die nach Abdruck angefertigte Schiene und die Kontrolltermine sind ein eigener Posten.
Schäden an den Zähnen
Die Reparatur abgenutzter oder abgebrochener Zähne hängt vom Ausmaß des Schadens ab.
Schlafabklärung
Besteht Verdacht auf Schlafapnoe, erweitern eine Schlafuntersuchung und bei Bedarf eine Gerätebehandlung den Umfang.
Physiotherapie oder psychologische Unterstützung
Bei Bedarf richtet sich die Zahl der Sitzungen nach dem Verlauf des Schmerzes.

Häufige Fragen

Warum tut mir morgens der Kiefer weh?

Die häufigste Ursache ist unbemerktes Zähnepressen oder Zähneknirschen im Schlaf und die nächtliche Ermüdung der Kaumuskeln. Deshalb ist der Schmerz morgens am stärksten und lässt im Lauf des Tages nach. Ein Kiefergelenkproblem, ein Zahnproblem oder seltener andere Erkrankungen können ähnliche Schmerzen verursachen.

Woran erkenne ich, dass ich nachts mit den Zähnen presse?

Die Person, mit der Sie zusammenleben, hört vielleicht Knirschgeräusche. Morgendliche Müdigkeit in Kiefer und Schläfen, abgenutzte oder abgebrochene Zähne, neue Empfindlichkeit der Zähne, Kopfschmerz und Ohrenschmerz sind die Zeichen, die der NHS nennt. Der Zahnarzt beurteilt bei der Untersuchung Abnutzungsspuren und die Empfindlichkeit der Muskeln.

Verursacht Schlafapnoe Kieferschmerzen?

Es gibt einen Zusammenhang, doch ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht gesichert. In der OPPERA-Kohorte in den USA war das Risiko einer erstmals auftretenden Störung von Kiefergelenk und Kaumuskulatur bei Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit für Schlafapnoe höher. Die Studien zum Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und nächtlichem Zähnepressen sind dagegen widersprüchlich. Bei Schnarchen und Atemaussetzern gehen Sie zum Hausarzt.

Hilft eine Aufbissschiene?

Sie schützt die Zähne nachts vor Schäden und kann laut NIDCR helfen, das Pressen zu verringern. Eine Cochrane-Übersicht fand jedoch nicht genug Evidenz, um zu sagen, dass die Schiene Schlafbruxismus behandelt. Das NIDCR schreibt, dass auch die Evidenz dafür, dass Schienen Kieferschmerzen verringern, gering ist. Die Schiene darf Ihren Biss nicht dauerhaft verändern; verursacht sie Schmerzen, hören Sie auf, sie zu tragen, und fragen Sie Ihren Zahnarzt.

Was kann ich gegen Kieferschmerzen am Morgen tun?

Der NHS empfiehlt weiche Speisen, Paracetamol oder Ibuprofen, Kälte oder Wärme in ein Handtuch gewickelt auf den Kiefer und Massage der Muskeln. Keinen Kaugummi zu kauen, die Zähne außer beim Essen getrennt zu halten, ein regelmäßiger Schlaf und weniger Koffein und Alkohol helfen ebenfalls.

Verursacht eine Fehlstellung des Bisses Kieferschmerzen am Morgen?

Das NIDCR schreibt, dass die Forschung die Annahme nicht stützt, ein schlechter Biss oder eine kieferorthopädische Behandlung verursache Probleme von Kiefergelenk und Muskeln. Behandlungen, die den Biss dauerhaft verändern, werden für diesen Schmerz nicht empfohlen.

Führt Stress zu Zähnepressen?

Der NHS schreibt, dass Stress und Angst die häufigste Ursache des Zähneknirschens sind. Empfohlen werden Wege zur Entspannung, regelmäßige Bewegung und ein geregelter Schlaf; bei Bedarf kann der Hausarzt Unterstützung bei Stress anbieten.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei Schäden an den Zähnen und Schmerzen in Kiefer, Gesicht oder Ohr gehen Sie zum Zahnarzt; bei Schnarchen, Atemaussetzern oder starker Tagesschläfrigkeit zum Hausarzt. Wenn Sie den Mund nicht öffnen oder nicht essen und trinken können, gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt; bei einer Schwellung um das Auge oder am Hals oder einer Schwellung, die Atmen oder Schlucken erschwert, wählen Sie den Notruf 112.

Quellen

Verwandte Seiten

Nächster Schritt

Senden Sie Ihre Röntgenaufnahme, wir besprechen die Optionen.

Teilen Sie Ihre DVT- oder Panoramaaufnahme. Innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie eine Einschätzung, welche Option für Ihren Zahn realistisch ist.

Anfragen