Schmerz & Empfindlichkeit

Druckgefühl und verstopftes Ohr: Ohr, Kiefergelenk oder Zahn?

Fühlt sich das Ohr an, als wäre Wasser darin, liegt die Ursache meist im Ohr; ist das Ohr bei der Untersuchung aber unauffällig, sollten auch Kiefergelenk und Zähne hinterfragt werden

Ein Gefühl von Völle, Druck oder Verstopfung im Ohr kann von ganz unterschiedlichen Stellen kommen: Ohrenschmalz, das den Gehörgang verstopft, eine Ohrtrompete (Eustachische Röhre), die den Nasenrachen mit dem Mittelohr verbindet und sich nicht richtig öffnet, eine Ohrenentzündung, eine Nebenhöhlenentzündung, Erkrankungen des Innenohrs und das Kiefergelenk direkt vor dem Ohr. Auch die Zahnseite spielt mit, denn Zähnepressen und Kiefergelenkprobleme treten häufig zusammen mit Ohrbeschwerden auf, und ein Zahn mit Abszess kann Schmerz ins Ohr ausstrahlen. Im Folgenden finden Sie die Zeichen, die diese Ursachen unterscheiden, sichere Beobachtungen, die Sie selbst machen können, und den plötzlichen Hörverlust, der für ein verstopftes Ohr gehalten und übersehen werden kann und innerhalb von Stunden oder Tagen abgeklärt werden sollte.

Kurze Antwort

Die häufigsten Ursachen von Druckgefühl im Ohr sind eine Ohrtrompete, die sich bei Erkältung, Allergie oder Sinusitis nicht richtig öffnet, angesammeltes Ohrenschmalz und eine Ohrenentzündung; ist die Ohruntersuchung unauffällig, gehören auch Kiefergelenkbeschwerden und Zähnepressen zu den Ursachen, an die man denken sollte. Hat das Hören auf einem oder beiden Ohren plötzlich nachgelassen, halten Sie das nicht für ein verstopftes Ohr und warten Sie nicht; gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt. Kommen zum Schwindel ein herabhängendes Gesicht, Schwäche im Arm, eine Sprachstörung oder ein plötzliches Sehproblem hinzu, wählen Sie den Notruf 112.

Häufigste Ursachen
Problem der Ohrtrompete, Ohrenschmalz, Ohrenentzündung
Bezug zum Kiefergelenk
Bei Kiefergelenkpatienten ist Druckgefühl das häufigste Ohrsymptom
Plötzlicher Hörverlust
Noch am selben Tag zum Arzt; Hörtest so bald wie möglich
Problem der Ohrtrompete
Vergeht meist in 1–2 Wochen

Woher das Gefühl kommt, das Ohr sei voll

Das Mittelohr hinter dem Trommelfell ist über einen dünnen Kanal, die Ohrtrompete, mit dem Nasenrachen verbunden. Cleveland Clinic schreibt, dass diese Röhre den Luftdruck im Mittelohr an den Außendruck angleicht und beim Abfluss von Flüssigkeit hilft und dass, wenn sie sich nicht richtig öffnet und schließt, das häufigste Zeichen ein gedämpftes Hören wie unter Wasser ist. Druckgefühl im Ohr, Klick- oder Knackgeräusche, Schwindel, Ohrenschmerz, Ohrgeräusche und Hörverlust können hinzukommen. Die Ursache sind meist Zustände, die Nase und Rachen anschwellen lassen, wie Allergie, Erkältung und Grippe; Cleveland Clinic nennt auch Magenreflux. Die Beschwerden können bei Höhenwechseln, etwa im Flugzeug, zunehmen.

Die zweithäufigste Ursache ist Ohrenschmalz. Der NHS schreibt, dass angesammeltes Ohrenschmalz Hörverlust, Ohrenschmerz oder das Gefühl eines verstopften Ohrs, Ohrgeräusche und Schwindel verursachen kann und das Hören meist auf einem Ohr nachlässt. Ohrenschmalz fällt normalerweise von selbst heraus. Der NHS hält fest, dass der Versuch, Schmalz mit dem Finger oder einem Wattestäbchen zu entfernen, das Schmalz nach innen schiebt und die Lage verschlimmert, und dass es keine Belege dafür gibt, dass Ohrkerzen und Absauggeräte helfen.

Ohrenentzündung und Sinusitis sind die dritte Gruppe. Der NHS schreibt, dass eine Ohrenentzündung meist schnell beginnt, Schmerzen im Ohr, Fieber, Hörschwierigkeiten, Ausfluss aus dem Ohr und ein Druck- oder Völlegefühl im Ohr verursacht und die meisten innerhalb von 3 Tagen, manchmal in einer Woche vergehen. Der NHS nennt auch bei den Zeichen einer Sinusitis ein Druckgefühl in den Ohren. Ein Völlegefühl, das nach einer Erkältung zusammen mit verstopfter Nase beginnt und in beiden Ohren gespürt wird, gehört also meist zu dieser Gruppe.

Das Kiefergelenk liegt direkt vor dem Gehörgang, und sein Zusammenhang mit Ohrbeschwerden ist stärker als gedacht. In einer Metaanalyse von acht Studien, die Ohrbeschwerden bei Erwachsenen mit diagnostizierter Kiefergelenkstörung (kraniomandibuläre Dysfunktion) untersuchte, war das häufigste Ohrsymptom ein Völlegefühl; danach folgten Ohrenschmerz, Ohrgeräusche, Schwindel und Hörverlust. Der Anteil mit Völlegefühl lag bei etwa 75 Prozent, doch dieser Wert beruht nur auf einer Untergruppe von 50 Patienten, und zwischen den Studien besteht eine sehr große Spannweite; die Zahl ist nicht sicher, wichtig ist die Richtung. Eine Übersicht aus dem Jahr 2026 schreibt ebenfalls, dass bei Kiefergelenkpatienten Ohrbeschwerden ohne Ohrerkrankung auftreten, diese Beschwerden oft einer Ohrerkrankung zugeschrieben werden und sich die Diagnose dadurch verzögert. Der Zusammenhang ist beobachtet; der Mechanismus ist nicht sicher bekannt.

Die Hinweise, die ein vom Kiefergelenk kommendes Ohrsymptom erkennen lassen, finden sich in der Beschreibung des NHS: Schmerz um Kiefer, Ohr und Schläfe, Klicken, Knacken oder Reiben bei Kieferbewegungen, Kopfschmerz an den Schläfen, eine eingeschränkte Mundöffnung und ein hakender Kiefer; der Schmerz nimmt beim Kauen und in stressigen Phasen zu. Der NHS nennt unter den Zeichen von Zähnepressen und Knirschen (Bruxismus) Kieferschmerz, abgenutzte oder abgebrochene Zähne, Kopfschmerz und Ohrenschmerz und schickt Menschen, die pressen und Schmerzen in Kiefer, Gesicht oder Ohr haben, zum Zahnarzt. Ein Völlegefühl im Ohr, das morgens beim Aufwachen deutlich ist und mit Kiefermüdigkeit einhergeht, lässt bei normaler Ohruntersuchung auch an den Kiefer denken.

Ein weiterer Weg der Zahnseite ist ausstrahlender Schmerz. Der NHS nennt unter den möglichen Ursachen von Ohrenschmerz bei Ohrenschmerz zusammen mit Zahnschmerz einen Zahnabszess. Schmerz aus den unteren Backenzähnen kann in das Ohr und den Kieferwinkel ziehen; das haben wir auf unserer Seite zum in Kiefer und Ohr ausstrahlenden Schmerz ausführlich behandelt. In diesem Fall steht meist eher der Schmerz als das Völlegefühl im Vordergrund, und am Zahn besteht eine Empfindlichkeit, die durch Wärme, Kälte oder Zubeißen ausgelöst wird.

Das Bild, das nicht übersehen werden darf, ist der plötzliche Hörverlust. Die klinische Leitlinie der American Academy of Otolaryngology schreibt, dass plötzlicher Hörverlust häufig zusammen mit Ohrgeräuschen oder Schwindel auftritt und die vom Innenohr ausgehende Form jährlich bei 5 bis 27 von 100.000 Menschen vorkommt. Die Leitlinie empfiehlt, dass Ärzte beim ersten Kontakt unterscheiden, ob der Verlust ein Schallleitungstyp ist (ein Hindernis wie Schmalz oder Flüssigkeit) oder ein Innenohr- bzw. Nerventyp, und dass ein Hörtest so bald wie möglich, innerhalb von 14 Tagen nach Beginn der Beschwerden, gemacht wird. Beim Innenohrtyp kann innerhalb der ersten 2 Wochen eine Kortisonbehandlung als Möglichkeit angeboten werden. Da sich ein plötzlicher Hörverlust für Betroffene wie ein verstopftes Ohr anfühlen kann, kann das Abwarten in der Annahme, es sei Ohrenschmalz oder eine Erkältung, diese Zeit aufbrauchen.

Zuletzt die Erkrankungen des Innenohrs. Der NHS schreibt, dass bei der Menière-Krankheit die Beschwerden plötzlich beginnen, einige Minuten bis zu 24 Stunden dauern können und Drehschwindel, Gleichgewichtsstörung, Ohrgeräusche, Hörverlust, Druck oder Schmerz tief im Ohr, Übelkeit und Erbrechen zusammen auftreten. Der NHS betont, dass es sich um Zeichen eines Schlaganfalls handeln kann, wenn zum Drehgefühl ein herabhängendes Gesicht, die Unfähigkeit, die Arme zu heben, Sprechschwierigkeiten, ein plötzliches Sehproblem auf einem Auge oder eine schwere Gleichgewichtsstörung hinzukommen, und dass dann sofort ein Rettungswagen gerufen werden muss.

Welches Bild auf das Ohr, welches auf Kiefer oder Zahn, welches auf eine dringende Ursache hindeutet

Die erste Liste enthält Zeichen, die an meist nicht dringende Ursachen des Druckgefühls aus Ohr, Nase oder Kiefer denken lassen. Trifft ein Punkt der zweiten Liste auf Sie zu, warten Sie nicht.

Wann es passt

  • Begann mit Erkältung oder Allergie, öffnet und schließt sich beim Schlucken oder GähnenDas spricht für ein Problem der Ohrtrompete. Cleveland Clinic schreibt, dass es meist in 1–2 Wochen vergeht und Kaugummikauen, Gähnen, Schlucken und Salzwassersprays helfen können.
  • Langsam zunehmende Verstopfung eines Ohrs, Juckreiz, Gewohnheit, Wattestäbchen zu benutzenDas spricht für Ohrenschmalz. Der NHS empfiehlt, einige Tage Oliven- oder Mandelöl einzuträufeln und sich an die Arztpraxis zu wenden, wenn es sich in 5 Tagen nicht bessert; bei einem Loch im Trommelfell sollten keine Tropfen verwendet werden.
  • Die Ohruntersuchung ist unauffällig, aber es bestehen Kieferschmerz, Klicken und morgendliche KiefermüdigkeitDas spricht für eine Kiefergelenkstörung und Zähnepressen. Achten Sie darauf, ob sich die Beschwerde beim Kauen, beim Öffnen des Mundes oder mit Stress verändert, und sagen Sie das Ihrem Zahnarzt.
  • Zum Ohrenschmerz kommt ein Zahnschmerz, der durch Wärme, Kälte oder Zubeißen ausgelöst wirdDer NHS nennt bei Ohrenschmerz zusammen mit Zahnschmerz einen Zahnabszess unter den möglichen Ursachen. Ihr Zahnarzt sucht mit Tests nach dem Zahn, der den Schmerz auslöst.

Wann eher nicht

  • Das Hören auf einem oder beiden Ohren hat plötzlich nachgelassenDer NHS verlangt bei plötzlichem Hörverlust einen dringenden Arzttermin; die Leitlinie empfiehlt, den Hörtest so bald wie möglich zu machen. Halten Sie es nicht für Ohrenschmalz und warten Sie nicht; gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt.
  • Zum Drehschwindel kommen ein herabhängendes Gesicht, Schwäche im Arm, eine Sprachstörung oder ein plötzliches SehproblemDer NHS sagt, dass dies Zeichen eines Schlaganfalls sein können. Wählen Sie den Notruf 112 und fahren Sie nicht selbst.
  • Schwellung um das Ohr, Ausfluss aus dem Ohr, hohes Fieber oder Ohrenschmerz über 2–3 TageDer NHS verlangt in diesen Fällen einen dringenden Arzttermin. Dasselbe gilt, wenn zum Ohrenschmerz eine Veränderung des Hörens hinzukommt.
  • Häufiger und heftiger Kopfschmerz zusammen mit Kieferschmerz beim Essen, Druckempfindlichkeit an der Schläfe oder SehproblemenDer NHS verlangt bei diesen Zeichen einen dringenden Arzttermin; sie können auf ein ernstes Problem wie eine Entzündung der Schläfenarterie hinweisen.

Wie die Ursache des Druckgefühls im Ohr unterschieden wird

Die Reihenfolge beginnt bewusst mit den Möglichkeiten, die Hören und Gehirn bedrohen, und geht dann zur Unterscheidung von Ohr, Nase, Kiefer und Zahn über.

  1. 1

    Zuerst plötzlicher Hörverlust und Schlaganfallzeichen

    Hat das Hören plötzlich nachgelassen, gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt. Kommen zum Schwindel ein herabhängendes Gesicht, Schwäche im Arm, eine Sprachstörung oder ein plötzliches Sehproblem hinzu, wählen Sie den Notruf 112.

  2. 2

    Ihre eigenen Beobachtungen

    Notieren Sie: Verändert sich das Druckgefühl beim Schlucken oder Gähnen, nimmt es beim Kauen oder Öffnen des Mundes zu, ist es morgens deutlich, betrifft es ein Ohr, hat das Hören nachgelassen, gibt es Ohrgeräusche oder Schwindel, gab es kürzlich eine Erkältung, einen Flug oder eine Zahnbehandlung? Diese Antworten verkürzen die Arbeit des Arztes erheblich. Stecken Sie kein Stäbchen und keinen Finger ins Ohr.

  3. 3

    Ohruntersuchung

    Der Arzt betrachtet Gehörgang und Trommelfell; gesucht wird nach Befunden wie Schmalz, Infektion, Flüssigkeit oder einem eingezogenen Trommelfell. Cleveland Clinic schreibt, dass bei Problemen der Ohrtrompete eine Tympanometrie, die die Funktion des Mittelohrs misst, und Hörtests gemacht werden können.

  4. 4

    Hörtest

    Die Leitlinie empfiehlt, bei plötzlichem Hörverlust zu unterscheiden, ob es ein Schallleitungs- oder Innenohrtyp ist, und den Hörtest so bald wie möglich, innerhalb von 14 Tagen nach Beginn der Beschwerden, zu machen. Eine routinemäßige Computertomografie des Kopfes und routinemäßige Blutuntersuchungen empfiehlt die Leitlinie dagegen nicht.

  5. 5

    Beurteilung von Nase und Nebenhöhlen

    Gefragt wird nach verstopfter Nase, farbigem Ausfluss, Allergiezeichen und Reflux; hier liegt meist die Ursache eines Problems der Ohrtrompete.

  6. 6

    Untersuchung von Kiefergelenk und Zähnen

    Sind Ohruntersuchung und Hören normal, untersucht der Zahnarzt Kiefergelenk, Kaumuskulatur, Mundöffnung und Abnutzungsspuren an den Zähnen, testet bei Bedarf die Zähne und fertigt Röntgenbilder an. Der NHS nennt als Ursachen von Kiefergelenkproblemen Zähnepressen, Verschleiß im Gelenk, einen Schlag auf Kopf oder Gesicht, Stress und einen unausgeglichenen Biss.

Was je nach Ursache getan wird

Die Behandlung des Druckgefühls im Ohr hängt von der Ursache ab; HNO-Arzt, Hausarzt, Apotheke oder Zahnarzt kommen ins Spiel.

01

Problem der Ohrtrompete

Cleveland Clinic nennt Kaugummikauen, Gähnen, Schlucken, Salzwassersprays, bei Bedarf Antihistaminika und steroidhaltige oder antihistaminische Nasensprays und verlangt, abschwellende Mittel mit dem Arzt abzusprechen, da sie das Bild in manchen Fällen verschlimmern können; bei schweren und lang anhaltenden Bildern gibt es operative Möglichkeiten wie das Einsetzen eines Röhrchens ins Trommelfell.

02

Ohrenschmalz

Der NHS beschreibt Öl oder schmalzlösende Tropfen aus der Apotheke und, wenn es sich nicht bessert, in der Arztpraxis eine Spülung mit Wasser, eine Absaugung (Mikrosaugung) oder eine Reinigung mit einem kleinen Instrument.

03

Ohrenentzündung

Der NHS schreibt, dass die meisten in 3 Tagen vergehen, Schmerzmittel verwendet werden können und es keine Belege dafür gibt, dass abschwellende Mittel und Antihistaminika bei einer Ohrenentzündung helfen. Bei Ohrenschmerz, der sich in 3 Tagen nicht bessert, sollte man zum Arzt gehen.

04

Kiefergelenkstörung und Zähnepressen

Der NHS empfiehlt weiche Speisen, Schmerzmittel, Eis oder Wärme, Massage der Kiefermuskeln und Entspannungsmethoden; er rät, keinen Kaugummi zu kauen, nicht mit den Schneidezähnen abzubeißen, nicht sehr weit zu gähnen und außer beim Essen die Zähne nicht zusammenzupressen. Der Zahnarzt kann eine Aufbissschiene oder einen Mundschutz empfehlen. Die Übersicht schreibt, dass sich Ohrbeschwerden mit einer Kieferbehandlung teilweise oder vollständig bessern können, die Evidenz aber noch nicht sicher ist.

05

Plötzlicher Hörverlust

Die Leitlinie empfiehlt, dass beim Innenohrtyp innerhalb der ersten 2 Wochen Kortison als Möglichkeit angeboten werden kann, bei unvollständiger Erholung zwischen 2 und 6 Wochen Kortison, das hinter das Trommelfell gegeben wird, und nach der Behandlung eine Kontrolle mit Hörtest. Die Entscheidung über die Behandlung trifft der HNO-Arzt.

Häufige Fehler bei Druckgefühl im Ohr

Im Folgenden die falschen Entscheidungen, die bei dieser Beschwerde häufig vorkommen, und ihr Preis.

Plötzlichen Hörverlust für Ohrenschmalz halten und tagelang Tropfen nehmen

Beim plötzlichen Hörverlust vom Innenohrtyp wird innerhalb der ersten 2 Wochen eine Kortisonbehandlung als Möglichkeit angeboten. Wenn Sie eines Morgens aufwachen, ein Ohr verstopft ist und Geräusche gedämpft klingen, ohne dass zuvor eine Erkältung oder Schmalzprobleme bestanden, gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt.

Mit einem Wattestäbchen reinigen wollen

Der NHS schreibt, dass Finger oder Wattestäbchen das Schmalz nach innen schieben und die Lage verschlimmern. Auch dafür, dass Ohrkerzen und Absauggeräte helfen, gibt es keine Belege.

Die Beschwerde für unwichtig halten, wenn das Ohr unauffällig ist

Bei Kiefergelenkstörungen sind Ohrbeschwerden häufig und können, einer Ohrerkrankung zugeschrieben, übersehen werden. Sind Ohr und Hören normal, fragen Sie Ihren Zahnarzt nach Kiefer und Zähnepressen.

Bei verstopfter Nase das Ohr mit Gewalt öffnen wollen

Cleveland Clinic nennt das Ausatmen gegen die zugehaltene Nase bei geschlossenem Mund (Valsalva-Manöver) unter den Methoden bei Problemen der Ohrtrompete. Machen Sie das sanft; bei Schmerz, Ausfluss oder Hörverlust hören Sie auf und wenden Sie sich an einen Arzt.

Eine lang anhaltende Verstopfung nur beobachten

Cleveland Clinic schreibt, dass man bei Beschwerden der Ohrtrompete, die länger als einige Wochen anhalten, zum Arzt gehen sollte und ein unbehandeltes Bild selten zu Hörverlust und bleibenden Schäden am Trommelfell führen kann.

Wie lange es dauert und wann erneut nachgesehen werden sollte

Die Dauer hängt von der Ursache ab. Der folgende Ablauf ist der übliche Verlauf, wie ihn die Quellen beschreiben; der Plan des Arztes, der Sie betreut, hat Vorrang.

  1. Die ersten 3 Tage

    Der NHS schreibt, dass die meisten Ohrenentzündungen innerhalb von 3 Tagen vergehen und manchmal eine Woche dauern können. Dauert der Ohrenschmerz länger als 2–3 Tage, sollte man zum Arzt gehen.

  2. Die ersten 5 Tage

    Bei Ohrenschmalz empfiehlt der NHS, die Öltropfen 3–5 Tage fortzusetzen und sich an die Arztpraxis zu wenden, wenn es sich in 5 Tagen nicht bessert; bis das Schmalz in Stücken herausfällt, kann es etwa 2 Wochen dauern.

  3. 1–2 Wochen

    Cleveland Clinic schreibt, dass ein Problem der Ohrtrompete meist in 1–2 Wochen vergeht und man zum Arzt gehen sollte, wenn es länger als einige Wochen anhält.

  4. Lang anhaltendes oder wiederkehrendes Druckgefühl

    Bei einem Druckgefühl, das trotz normalem Ohr und Hören seit Wochen besteht und mit Kieferbeschwerden einhergeht, bitten Sie um eine zahnärztliche Beurteilung im Hinblick auf Kiefergelenk und Zähnepressen.

Warten Sie in diesen Fällen nicht

  • Plötzlicher Hörverlust. Gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt; der Hörtest sollte nicht hinausgezögert werden.
  • Zum Schwindel kommen ein herabhängendes Gesicht, Schwäche, Sprach- oder Sehstörung hinzu. Wählen Sie sofort den Notruf 112.
  • Ausfluss aus dem Ohr, Schwellung um das Ohr oder hohes Fieber. Wenden Sie sich noch am selben Tag an einen Arzt.
  • Druckgefühl im Ohr zusammen mit Kieferschmerz, Klicken im Kiefer oder eingeschränkter Mundöffnung. Gehen Sie zu Ihrem Zahnarzt und bitten Sie um eine Beurteilung im Hinblick auf Zähnepressen und Kiefergelenk.
  • Ins Ohr ausstrahlender Schmerz zusammen mit Schmerz an einem Zahn. Wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt; bei einer Schwellung im Gesicht oder am Kiefer warten Sie nicht.

Was die Kosten bestimmt

Wir nennen hier keine einzelne Zahl, denn ein Druckgefühl im Ohr lässt sich manchmal in der Apotheke, manchmal nur in mehreren Fachbereichen zugleich lösen. Den Umfang bestimmen diese Punkte:

Ort der Ursache
Ohr, Nase, Innenohr oder Kiefergelenk; jeder Ort erfordert andere Untersuchungen und Tests.
Hörtests und Bildgebung
Hörtest, Tympanometrie und beim Innenohrtyp bei Bedarf eine MRT oder eine Hirnstammaudiometrie.
Behandlung des Kiefergelenks
Aufbissschiene, Physiotherapie oder die Versorgung von Zahnabnutzung können den Umfang erweitern.
Quelle im Zahn
Ist ein Zahn die Quelle des ausstrahlenden Schmerzes, wird die Behandlung dieses Zahns gesondert geplant.

Häufige Fragen

Mein Ohr fühlt sich voll an, tut aber nicht weh; was kann das sein?

Die häufigsten Ursachen sind eine Ohrtrompete, die sich nicht richtig öffnet, und Ohrenschmalz. Begann es nach einer Erkältung oder Allergie, steht die Ohrtrompete im Vordergrund, nahm es auf einem Ohr langsam zu, das Schmalz. Hat das Hören dagegen plötzlich nachgelassen, gehen Sie ohne zu warten zum Arzt.

Verursacht Zähnepressen ein Druckgefühl im Ohr?

Das kann es. Der NHS nennt Ohrenschmerz unter den Zeichen des Zähnepressens; in Studien bei Kiefergelenkpatienten ist das Druckgefühl das häufigste Ohrsymptom. Dieser Zusammenhang ist beobachtet; ist die Ohruntersuchung normal, sollte die Kieferseite unbedingt hinterfragt werden.

Strahlt Zahnschmerz ins Ohr aus?

Das kann er. Der NHS nennt bei Ohrenschmerz zusammen mit Zahnschmerz einen Zahnabszess unter den möglichen Ursachen. Dann besteht meist auch an einem Zahn ein Schmerz, der durch Wärme, Kälte oder Zubeißen ausgelöst wird.

Mein Ohr ist verstopft und Geräusche klingen gedämpft; geht das von selbst weg?

Begann es nach einer Erkältung, vergeht es meist. Hat das Hören aber schlagartig nachgelassen, warten Sie nicht: Beim plötzlichen Hörverlust vom Innenohrtyp wird empfohlen, den Hörtest so bald wie möglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen, zu machen und eine Behandlung innerhalb der ersten 2 Wochen zu prüfen.

Wie lange dauert ein verstopftes Ohr?

Cleveland Clinic schreibt, dass ein Problem der Ohrtrompete meist in 1–2 Wochen vergeht. Der NHS hält fest, dass die meisten Ohrenentzündungen in 3 Tagen und Ohrenschmalz mit Öltropfen in etwa 1–2 Wochen abklingen. Bei einer Verstopfung über einige Wochen gehen Sie zum Arzt.

Kann ich bei verstopftem Ohr ein Wattestäbchen benutzen?

Nein. Der NHS schreibt, dass der Versuch, Schmalz mit einem Wattestäbchen oder dem Finger zu entfernen, das Schmalz nach innen schiebt und die Lage verschlimmert.

Was sollte ich tun, wenn Druckgefühl im Ohr und Schwindel zusammen auftreten?

Kommen Drehschwindel, Ohrgeräusche, Hörverlust und Druck im Ohr gemeinsam in Attacken, wird an Innenohrprobleme wie die Menière-Krankheit gedacht, und man sollte zum Arzt gehen. Kommen ein herabhängendes Gesicht, Schwäche im Arm, eine Sprach- oder Sehstörung hinzu, wählen Sie den Notruf 112.

Zu welchem Arzt geht man bei Druckgefühl im Ohr?

Der erste Schritt ist meist der Hausarzt oder der HNO-Arzt. Sind Ohr und Hören normal, vor allem bei Kieferschmerz, Klicken oder Zähnepressen, der Zahnarzt.

Quellen

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