Erhalten oder Ziehen

Inlay, Onlay und Overlay: wenn eine Füllung nicht reicht und eine Krone zu viel wäre

Eine im Labor oder am Computer gefertigte und auf den Zahn geklebte Einlagefüllung kann einen großen Defekt schließen, ohne so viel Zahnsubstanz abzutragen wie eine Krone

Wird an einem Seitenzahn eine Karies oder eine alte Füllung größer, kommen zwei klassische Möglichkeiten zur Sprache: eine neue Füllung oder eine Krone, die den ganzen Zahn umfasst. Inlay und Onlay liegen zwischen diesen beiden; es sind Füllungen, die außerhalb des Mundes gefertigt und auf den Zahn geklebt werden. Das Inlay bleibt innerhalb der Vertiefungen des Zahns; das Onlay deckt zusätzlich einen oder mehrere Höcker (die spitzen Kauerhebungen des Zahns) ab; das Overlay bedeckt die gesamte Kaufläche. Im Folgenden finden Sie, an welchem Zahn welche Lösung in Betracht kommt, den Unterschied zwischen Keramik und Komposit, die 5- und 10-Jahres-Ergebnisse aus Studien und was ein Onlay anstelle einer Krone gewinnt und was es riskiert.

Kurze Antwort

Inlay und Onlay sind Einlagefüllungen, die passend zum Defekt außerhalb des Mundes gefertigt und auf den Zahn geklebt werden. Sie kommen infrage, wenn der Schaden für eine normale Füllung zu groß und für eine Krone zu klein ist. Das Inlay bleibt in den Vertiefungen des Zahns, das Onlay deckt einen oder mehrere Höcker ab, das Overlay die gesamte Kaufläche. Eine Metaanalyse zu Inlays, Onlays und Overlays aus Keramik fand nach 5 Jahren eine Überlebensrate von 92–95 Prozent, nach 10 Jahren von 91 Prozent; häufigste Ursache für Misserfolge war der Bruch.

Wo es steht
Zwischen Füllung und Krone; die gesunden Zahnwände bleiben erhalten
Material
Keramik (Porzellan, Glaskeramik), Komposit, Gold
Überlebensrate bei Keramik
92–95 Prozent nach 5 Jahren, 91 Prozent nach 10 Jahren (Metaanalyse)
Termine
Bei Fertigung im Labor meist zwei; bei Fertigung am Computer in der Praxis einer

Was eine Einlagefüllung löst

Eine normale Füllung wird weich in den Zahn eingebracht und härtet im Mund aus. Bei kleinen und mittelgroßen Defekten reicht das aus. Je größer der Defekt wird, vor allem wenn einer der Höcker dünn geworden oder abgebrochen ist, desto schwerer trägt eine große, im Mund modellierte Füllung die Kaukraft. Die klassische Lösung an diesem Punkt ist, den Zahn rundherum zu beschleifen und eine Krone darauf zu setzen. Die Cleveland Clinic beschreibt Inlay und Onlay genau für diesen Zwischenbereich: wenn der Zahn zu stark geschädigt ist, um eine Füllung zu tragen, aber nicht so stark, dass er eine Krone braucht.

Die drei Begriffe unterscheiden sich danach, wie viel vom Zahn das Werkstück bedeckt. Das Inlay bleibt innerhalb der Gruben auf der Kaufläche und der Flächen dazwischen und reicht nicht über die Höcker. Das Onlay deckt mindestens einen Höcker ab; es soll eine geschwächte Wand von oben fassen und so verhindern, dass sie reißt. Das Overlay bedeckt die gesamte Kaufläche und kommt der Krone am nächsten; der Unterschied besteht darin, dass die Seitenwände des Zahns nicht beschliffen werden. In Studien heißt diese Gruppe Teilkronen- oder Teilüberdeckungsrestaurationen; manche Veröffentlichungen nennen sehr dünne Overlays gesondert okklusale Veneers und solche, die auch die Seitenwand teilweise umfassen, Teilkronen.

Der Unterschied zur Krone liegt in der Menge der abgetragenen Zahnsubstanz. Für eine Krone wird an allen Flächen des Zahns Gewebe abgetragen, denn das Werkstück umfasst den Zahn wie ein Fingerhut und bezieht seinen Halt aus dieser Form. Onlay und Overlay werden dagegen mit einem Kleber am Zahn befestigt; ein wesentlicher Teil des Halts kommt aus der Verklebung, deshalb können gesunde Wände unbeschliffen bleiben. Auch die Ränder nahe am Zahnfleischsaum liegen oft weiter oben. Das hat eine praktische Folge: Bricht das Werkstück später oder bekommt der Zahn erneut Karies, ist für eine Krone noch unbeschliffene Zahnsubstanz vorhanden.

Die Materialien lassen sich in drei Hauptgruppen einteilen. Keramiken (Feldspatporzellan, leuzitverstärkte Glaskeramik und Glaskeramiken wie Lithiumdisilikat) sehen dem Zahn am ähnlichsten und haben eine abriebfeste Oberfläche. Komposit, also die im Labor oder als Block ausgehärtete, widerstandsfähigere Form des Füllungsmaterials, ist elastischer und lässt sich im Mund leichter reparieren. Gold ist die älteste Möglichkeit; weil es nicht zahnfarben ist, wird es heute seltener gewählt. Die Cleveland Clinic nennt für indirekte Füllungen Gold und Porzellan und schreibt, dass Porzellan eine Mischung aus Mineralien wie Feldspat, Quarz und Kaolin ist.

Das umfassendste Bild zur Haltbarkeit liefert die Metaanalyse von Morimoto und Kollegen aus dem Jahr 2016. Die Autoren fassten 14 Studien mit mindestens 5 Jahren Beobachtung zusammen und fanden für Inlays, Onlays und Overlays aus Keramik eine Überlebensrate von 92–95 Prozent nach 5 Jahren und von 91 Prozent nach 10 Jahren. Häufigste Ursache für Misserfolge war der Bruch oder das Abplatzen eines Stücks (4 Prozent); es folgten Nervprobleme, die eine Wurzelkanalbehandlung erforderten (3 Prozent), erneute Karies am Rand (1 Prozent) und das Herauslösen des Werkstücks (1 Prozent). Die Art der Keramik, Porzellan oder Glaskeramik, veränderte das Ergebnis nicht signifikant; ob der Zahnnerv vital war oder nicht, hing dagegen mit dem Ergebnis zusammen.

Für den Vergleich mit der Krone gibt die Übersichtsarbeit von Vagropoulou und Kollegen aus dem Jahr 2018 eine gute Vorstellung. Die Autoren werteten neun Studien aus, geben die mittlere Überlebensrate bei Inlays mit 90,9 Prozent, bei Onlays mit 93,5 Prozent und bei Kronen mit 95,4 Prozent an und schreiben, dass die 5-Jahres-Überlebensrate bei allen über 90 Prozent lag. Weil sich die Studien stark voneinander unterschieden, weisen die Autoren auch darauf hin, dass sich die Arten nicht aussagekräftig vergleichen ließen. In jeder Gruppe war erneute Karies das häufigste biologische Problem und der Keramikbruch das häufigste technische.

Die Antwort auf die Frage Keramik oder Komposit ist unsicherer. Die systematische Übersichtsarbeit von Fron Chabouis und Kollegen aus dem Jahr 2013 fand nur zwei randomisierte Studien, die diese beiden Materialien verglichen; beide untersuchten nur Inlays, Studien mit Onlays gab es nicht; das Verzerrungsrisiko war hoch, und die Belege dafür, dass Keramik kurzfristig besser abschneidet, fanden die Autoren sehr begrenzt. Eine weitere Metaanalyse aus dem Jahr 2023 berichtete, dass Lithiumdisilikat und Komposit bei indirekten Füllungen innerhalb des Zahns kurzfristig ähnliche Ergebnisse liefern, in der Beobachtung über 5–7 Jahre die Misserfolgsrate bei Komposit jedoch um 18 Prozentpunkte höher lag als bei Goldfüllungen. In einer Metaanalyse aus dem Jahr 2025 lag die Überlebensrate von Teilüberdeckungsrestaurationen aus Lithiumdisilikat nach 3 Jahren bei 93,7 Prozent, die von Keramiken mit Kunststoffmatrix bei 89,3 Prozent; die Autoren betonen, dass das Langzeitergebnis unsicher ist.

Beim wurzelbehandelten Zahn muss die Lage gesondert besprochen werden. Wurzelbehandelte Seitenzähne durch Überdecken der Höcker zu schützen, ist eine verbreitete Empfehlung, doch ob das mit einer Krone oder einem Onlay geschehen soll, ist schwach belegt. Die Cochrane-Übersicht aus dem Jahr 2015 fand nicht genügend Belege, um den Unterschied zwischen Krone und Füllung bei wurzelbehandelten Zähnen zu beurteilen; nur eine einzige Studie konnte eingeschlossen werden. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 schreibt, dass geklebte Teilrestaurationen aus Keramik und Vollkronen an wurzelbehandelten Seitenzähnen eine ähnliche Überlebensrate zeigen, es dazu aber wenige Studien gibt.

An welchem Zahn eine Einlagefüllung, an welchem eine andere Lösung

Die Entscheidung ergibt sich aus Untersuchung und Röntgenbild; die folgenden Listen sollen Ihnen helfen zu verstehen, worauf im Gespräch mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt geachtet wird. Die erste Liste nennt Situationen, in denen die Einlagefüllung ein starker Kandidat ist, die zweite Situationen, in denen eine andere Lösung im Vordergrund steht.

Wann es passt

  • Eine große alte Füllung oder Karies, aber die Außenwände des Zahns sind stabilIst der Defekt für eine normale Füllung zu groß, sind die Seitenwände des Zahns aber dick und stabil, kann ein Inlay oder Onlay den Defekt schließen, ohne so viel Zahnsubstanz abzutragen wie eine Krone.
  • Ein oder zwei Höcker sind dünn geworden oder abgebrochenEin Onlay, das den schwachen Höcker von oben abdeckt, soll verhindern, dass diese Wand später reißt. Die stabil gebliebenen Wände werden nicht beschliffen.
  • Die Kaufläche ist abgenutzt oder durch Säure aufgelöstAn Seitenzähnen, die durch Abnutzung oder Erosion kürzer geworden sind, lassen sich dünne Overlays nutzen, um die Kaufläche wieder aufzubauen, ohne den Zahn ringsum zu beschleifen.
  • Die Mundhygiene ist gut und das Risiko neuer Karies geringDer Rand einer Einlagefüllung ist eine auf den Zahn geklebte Fuge. In Studien gehört erneute Karies, die am Rand beginnt, zu den wichtigen Ursachen für Misserfolge; regelmäßige Reinigung schützt diese Fuge.

Wann eher nicht

  • Der Defekt ist kleinFür kleine und mittelgroße Defekte reicht eine normale Füllung in der Regel aus und ist in einem Termin erledigt. Für eine Einlagefüllung zusätzlich Zahnsubstanz abzutragen, bringt in diesem Fall keinen Gewinn.
  • Der Zahn hat Risse in mehreren Richtungen oder es besteht Verdacht auf einen WurzelbruchEntscheidend sind Richtung und Tiefe des Risses. Bei einem Bruch, der unter den Zahnfleischsaum reicht oder bis in die Wurzel verläuft, liegt das Problem außerhalb dessen, was das Werkstück abdecken kann; dann wird über eine Krone oder die Zahnentfernung gesprochen.
  • Die Ränder liegen weit unterhalb des ZahnfleischsaumsDas Verkleben braucht ein trockenes Umfeld. An einem Zahn, dessen Rand unter blutendem Zahnfleisch liegt, sinkt die Zuverlässigkeit der Verklebung; dann kann es nötig sein, diesen Bereich zuerst zu korrigieren oder eine andere Lösung zu wählen.
  • Im ganzen Mund fehlen viele Zähne und es besteht eine fortgeschrittene ZahnfleischerkrankungEine Einlagefüllung an einem Zahn, der an der Wurzel wackelt oder dessen Knochen großenteils abgebaut ist, verlängert die Lebensdauer des Zahns nicht. Dann sollte statt einzelner Zahnbehandlungen ein Plan für den ganzen Mund besprochen werden.

Wie eine Einlagefüllung gemacht wird

Die folgende Reihenfolge ist der typische Ablauf bei einer im Labor gefertigten Einlagefüllung. Bei Systemen, bei denen das Werkstück am Computer konstruiert und in der Praxis gefräst wird, können Abformung und Einsetzen am selben Tag erfolgen.

  1. 1

    Untersuchung und Röntgenbild

    Beurteilt werden die Tiefe der Karies, der Bereich unter der alten Füllung, ob ein Riss vorliegt und der Zustand des Zahnnervs. Bei einer tiefen Karies nahe am Nerv muss zuerst geklärt werden, ob der Nerv vital bleiben wird; der Plan für die Einlagefüllung richtet sich danach.

  2. 2

    Entfernen der alten Füllung und der Karies

    Unter Betäubung werden Karies und alte Füllung entfernt. Tiefe Bereiche können mit Füllungsmaterial aufgefüllt und ausgeglichen werden; Ziel ist, den Untergrund, auf dem das Werkstück sitzt, eben und stabil zu machen.

  3. 3

    Formgebung am Zahn

    Der Hohlraum, in den das Werkstück kommt, erhält passende Winkel. Für Onlay und Overlay wird an den abzudeckenden Höckern so viel Substanz abgetragen, dass das Material eine bruchsichere Stärke bekommt. Die stabilen Seitenwände bleiben unberührt.

  4. 4

    Abformung oder digitaler Scan

    Mit klassischer Abformmasse oder einem Intraoralscanner werden der Zahn und der Gegenkiefer erfasst. Die Cleveland Clinic schreibt, dass die meisten indirekten Füllungen zwei Termine erfordern: einen für die Abformung, einen für das Einsetzen.

  5. 5

    Provisorischer Verschluss

    Während der Laborphase wird der Zahn mit einer provisorischen Füllung verschlossen. Wer in dieser Zeit auf dieser Seite nichts Hartes und Klebriges kaut, verhindert, dass das Provisorium herausfällt und der Zahn bricht.

  6. 6

    Einprobe und Verkleben

    Das Werkstück wird am Zahn anprobiert, Randschluss und Kontaktpunkte werden geprüft. Der Zahn wird trockengelegt, die Flächen werden vorbereitet und das Werkstück mit einem Kunststoffkleber befestigt. Überschüssiger Kleber wird entfernt.

  7. 7

    Bisskontrolle und Politur

    Mit Okklusionspapier wird geprüft, ob der Zahn zu früh auf den Gegenzahn trifft; bei Bedarf wird die Oberfläche angepasst und poliert. Ein zu hoch gebliebenes Werkstück verursacht Schmerzen und erhöht zugleich das Bruchrisiko der Keramik.

Möglichkeiten, die statt einer Einlagefüllung besprochen werden

Am selben Zahn sind oft mehrere Wege möglich. Die Wahl bestimmen die Menge an verbliebener gesunder Zahnsubstanz, die Kaubelastung und der Zustand des Zahnnervs.

01

Große Kompositfüllung

Sie wird im Mund in einem Termin gelegt und lässt sich bei Bedarf reparieren. Bei großen Defekten wird es schwieriger, im Mund die richtige Form und den richtigen Kontaktpunkt zu gestalten; an Zähnen, deren Höcker abgedeckt werden müssen, sollte die Haltbarkeit mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt besprochen werden.

02

Vollkrone

Sie umfasst den Zahn von allen Seiten. Sind die verbliebenen Wände sehr dünn oder gerissen, ist sie eine zuverlässige Möglichkeit. Der Preis ist mehr abgetragene Zahnsubstanz; die Cleveland Clinic schreibt, dass für den Sitz der Krone Gewebe von der äußeren Schicht des Zahns abgetragen werden muss.

03

Inlay oder Onlay aus Gold

Sind die ästhetischen Ansprüche gering und ist der Zahn hinten nicht sichtbar, ist es nach wie vor eine Möglichkeit. In der Metaanalyse aus dem Jahr 2023 versagten indirekte Goldfüllungen innerhalb des Zahns über 5–7 Jahre signifikant seltener als solche aus Komposit.

04

Wurzelkanalbehandlung, danach Onlay oder Krone

Ist der Nerv abgestorben, folgt zuerst eine Wurzelkanalbehandlung, dann wird der Zahn durch Überdecken der Höcker geschützt. Starke Belege für eine deutliche Überlegenheit von Onlay oder Krone an diesen Zähnen gibt es nicht.

05

Zahnentfernung und Ersatz des Zahns

Bei einem Wurzelbruch, einer zu tiefen Karies, um den Zahn noch zu erhalten, oder einem Zahn, dessen Knochen großenteils abgebaut ist, ändert eine Einlagefüllung nichts. Die Zahnentfernung und das, was an die Stelle des Zahns kommt, sind bei einem solchen Zahn eine eigene Entscheidung; besprechen Sie diese bei einem einzelnen Zahn mit Ihrer eigenen Zahnärztin oder Ihrem eigenen Zahnarzt, wenn mehrere Zähne zugleich betroffen sind, anhand eines Plans für den ganzen Mund.

Probleme bei Einlagefüllungen

Die in Studien am häufigsten beobachteten Probleme stehen unten. Ein Teil geht auf das Material zurück, ein Teil auf den Zahn selbst.

Bruch und Abplatzen

In der Metaanalyse von Morimoto war der Bruch die häufigste Ursache für Misserfolge bei Keramikwerkstücken (4 Prozent). Bei Menschen, die nachts mit den Zähnen pressen oder knirschen, sollte dieses Risiko gesondert mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt besprochen und gefragt werden, ob eine Aufbissschiene nötig ist.

Nervprobleme und Bedarf an einer Wurzelkanalbehandlung

In derselben Metaanalyse entwickelte sich bei 3 Prozent der Werkstücke später ein Nervproblem, das eine Wurzelkanalbehandlung erforderte. Bei Einlagefüllungen nach tiefer Karies kann der Nerv bereits belastet sein; die Zahnärztin oder der Zahnarzt sollte das vorher ansprechen.

Erneute Karies am Rand

Die Klebefuge zwischen Werkstück und Zahn ist eine Stelle, an der sich bakterielle Plaque sammelt. In der Übersichtsarbeit von Vagropoulou war erneute Karies bei Inlays, Onlays und Kronen gleichermaßen das häufigste biologische Problem.

Lösen der Verklebung

Dass sich das Werkstück löst, ist selten, wird aber berichtet. Bewahren Sie ein Werkstück, das von selbst herausfällt, auf und bringen Sie es zu Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt; oft lässt sich prüfen, ob es wieder eingeklebt werden kann.

Empfindlichkeit nach dem Verkleben

In den ersten Tagen kann eine leichte Empfindlichkeit gegenüber Kälte und beim Zubeißen auftreten. Die Cleveland Clinic schreibt, dass leichte Empfindlichkeit nach einer Füllung erwartungsgemäß innerhalb von ein bis zwei Wochen abklingt. Schmerzen, die auch auf lauwarme Getränke reagieren, von selbst beginnen oder nachts wecken, sind dagegen nicht zu erwarten.

Was nach dem Verkleben zu erwarten ist

Eine Einlagefüllung ist keine Operation; bei der Heilung geht es eher darum, dass sich der Zahn gewöhnt. Der folgende Ablauf ist der übliche Verlauf, Vorrang hat, was Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt sagt.

  1. Die Zeit mit dem Provisorium

    In den Tagen zwischen Abformung und Einsetzen kann der Zahn leicht empfindlich sein. Fällt das Provisorium heraus, lassen Sie den Zahn nicht offen, sondern rufen Sie Ihre Zahnarztpraxis an.

  2. Der Tag des Verklebens

    Essen Sie auf dieser Seite nichts und trinken Sie nichts Heißes, bis die Betäubung nachgelassen hat; Sie könnten sich unbemerkt auf Lippe und Wange beißen.

  3. Die ersten zwei Wochen

    Eine leichte Empfindlichkeit gegenüber Kälte und beim Zubeißen ist möglich und sollte allmählich nachlassen. Fühlt sich der Zahn an, als träfe er als erster auf, ist der Biss möglicherweise zu hoch geblieben; bitten Sie ohne abzuwarten um eine Kontrolle.

  4. Im Lauf der Jahre

    Bei regelmäßigen Kontrollen wird das Werkstück auf Randschluss, Verfärbungen und Risse geprüft. Wird ein kleines Problem am Rand früh bemerkt, lässt sich das Werkstück oft reparieren, während es an seinem Platz bleibt.

Warten Sie in diesen Fällen nicht

  • Beim Zubeißen trifft der Zahn zuerst auf oder er schmerzt beim Kauen. Der Biss ist möglicherweise zu hoch geblieben. Eine kleine Korrektur reicht oft aus; abzuwarten erhöht das Bruchrisiko der Keramik.
  • Der Schmerz beginnt von selbst, weckt nachts oder wird bei Wärme stärker. Dieses Bild spricht dafür, dass der Nerv belastet ist. Gehen Sie zu Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt; der Zustand des Nervs muss mit Tests beurteilt werden.
  • Das Werkstück hat einen Riss, der Rand ist abgebrochen oder es hat sich gelöst. Bewahren Sie das Werkstück auf und bringen Sie es zu Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt. Die freiliegende Zahnfläche kann empfindlich sein und ist anfällig für Karies.
  • Neben dem Zahn ist das Zahnfleisch geschwollen oder es hat sich eine schmerzhafte Beule gebildet. Das kann ein Zeichen für eine Infektion sein; lassen Sie sich noch am selben Tag zahnärztlich untersuchen. Bei einer sich schnell ausbreitenden Schwellung im Gesicht, Schluck- oder Atembeschwerden wählen Sie den Notruf 112 oder gehen Sie in die nächste Notaufnahme.

Was Umfang und Kosten bestimmt

Eine Einlagefüllung ist ein Eingriff an einem einzelnen Zahn, und den Plan dafür erstellt Ihre eigene Zahnärztin oder Ihr eigener Zahnarzt; wir nennen hier keine Zahlen. Die wichtigsten Posten, die den Umfang bestimmen, sind:

Material
Keramik, Komposit oder Gold; die Art der Keramik und der Fertigungsweg führen zu unterschiedlichen Labor- und Materialkosten.
Fertigungsweg
Die Fertigung im Labor erfordert zwei Termine und ein Provisorium; die Fertigung am Computer in der Praxis kann in einem Termin erledigt sein, erfordert aber das entsprechende Gerät.
Größe des Werkstücks
Inlay, Onlay und Overlay bedeuten je nach abgedeckter Fläche einen unterschiedlichen Arbeitsaufwand.
Zusätzliche Eingriffe
Nervschutz bei tiefer Karies, bei Bedarf eine Wurzelkanalbehandlung oder eine Korrektur am Zahnfleisch vergrößern den Gesamtumfang.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Inlay und Onlay?

Das Inlay bleibt in den Vertiefungen des Zahns und reicht nicht über die Höcker. Das Onlay deckt mindestens einen Höcker ab. Das Overlay bedeckt die gesamte Kaufläche. Welches gewählt wird, hängt davon ab, wie viel vom Zahn gesund geblieben ist.

Sind Inlay und Onlay haltbarer als eine normale Füllung?

Bei großen Defekten wird das außerhalb des Mundes gefertigte Werkstück bevorzugt, weil sich Form und Kontaktpunkte besser kontrollieren lassen. Für Keramikwerkstücke wurde eine Überlebensrate von 92–95 Prozent nach 5 Jahren und von 91 Prozent nach 10 Jahren berichtet. Bei kleinen Defekten reicht dagegen eine normale Füllung, und eine Einlagefüllung bringt keinen zusätzlichen Gewinn.

Ist ein Onlay oder eine Krone besser?

Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Ein Onlay trägt weniger Zahnsubstanz ab und erhält die gesunden Wände; eine Krone umfasst dagegen sehr schwache oder gerissene Wände von allen Seiten. In einer Übersichtsarbeit lag die 5-Jahres-Überlebensrate bei Inlays, Onlays und Kronen gleichermaßen über 90 Prozent; die Studien eigneten sich nicht für einen Vergleich.

Soll man Keramik oder Komposit wählen?

Die Belege sind begrenzt. Kurzfristig ließ sich kein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Materialien zeigen; in einer Metaanalyse aus dem Jahr 2025 schnitt Lithiumdisilikat etwas besser ab als Keramiken mit Kunststoffmatrix, die Sicherheit der Belege war aber gering; Keramik sieht besser aus und ist abriebfester, während sich Komposit im Mund leichter reparieren lässt. Treffen Sie die Wahl zusammen mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt nach der Position des Zahns, den Kaukräften und der Gewohnheit, mit den Zähnen zu pressen.

Kann ein wurzelbehandelter Zahn ein Onlay bekommen?

Ja. Bei wurzelbehandelten Seitenzähnen wird empfohlen, die Höcker abzudecken; ob das mit einem Onlay oder einer Krone geschieht, hängt von der verbliebenen Zahnsubstanz ab. Eine Übersichtsarbeit schreibt, dass geklebte Teilrestaurationen aus Keramik und Kronen an wurzelbehandelten Zähnen eine ähnliche Überlebensrate zeigen, es aber wenige Studien gibt.

In wie vielen Terminen wird eine Einlagefüllung gemacht?

Bei Fertigung im Labor meist in zwei Terminen: einer für Abformung und Provisorium, einer für Einprobe und Verkleben. Mit Systemen, die das Werkstück am Computer in der Praxis konstruieren und fräsen, kann es in einem Termin erledigt sein.

Ist Empfindlichkeit nach dem Verkleben normal?

In den ersten Tagen kann eine leichte Empfindlichkeit gegenüber Kälte und beim Zubeißen auftreten, die erwartungsgemäß innerhalb von ein bis zwei Wochen nachlässt. Trifft der Zahn beim Zubeißen zuerst auf oder beginnt der Schmerz von selbst und weckt Sie nachts, gehen Sie zu Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt.

Kann ein Frontzahn ein Inlay bekommen?

Inlay und Onlay werden überwiegend an Seitenzähnen verwendet, also an kleinen und großen Backenzähnen. An Frontzähnen werden für einen ähnlichen Zweck eine Kompositfüllung, ein Veneer (Verblendschale) oder eine Krone besprochen.

Quellen

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