Die Ihde-Methode
Was ist Ihde Dental? Hersteller, Produkte und die Verbindung zur Stiftung
Ein Familienunternehmen, das in der Schweiz Implantate herstellt, und nicht dasselbe wie die Methode, die seinen Namen trägt
Wer nach Ihde Dental sucht, wirft meist zwei Dinge durcheinander: einen Hersteller und das Behandlungskonzept, das mit dem Namen seines Inhabers verbunden wird. Das Unternehmen gibt es wirklich, es ist in der Schweiz eingetragen und stellt Implantate her; in seinem Katalog finden sich aber auch herkömmliche zweiteilige Implantate. Unten haben wir die Firmengeschichte, die Produktfamilien und die Verbindung zur International Implant Foundation zusammengetragen. Welche Angabe eine Selbstauskunft des Unternehmens ist, vermerken wir jedes Mal eigens.
Kurze Antwort
Die Dr. Ihde Dental AG stellt im Schweizer Ort Gommiswald Implantate her. Laut dem Lebenslauf, den die Gründerfamilie veröffentlicht, gründete Klaus Ihde das Unternehmen 1954 als kleinen Betrieb für Dentalbedarf; sein Sohn Stefan Ihde übernahm es 1989 und richtete es auf die Implantatherstellung aus. Im Katalog stehen neben einteiligen kortikobasalen Implantaten (KOS, BCS, TPG uno) auch herkömmliche zweiteilige Systeme. Die Fortbildung läuft über die International Implant Foundation in München.
- Vollständiger Name
- Dr. Ihde Dental AG
- Produktionsort
- Gommiswald, Schweiz
- Gründung
- 1954; Ausrichtung auf Implantate nach 1989
- Bekannte Produkte
- Einteilig: KOS, BCS, TPG uno; dazu zweiteilige Systeme
Medizinisch geprüft von Dt. Bilge Ilgın · İmplantoloji
Wer das Unternehmen ist und was es herstellt
Hinter dem Namen Ihde stehen drei verschiedene Dinge: ein Zahnarzt (Prof. Dr. Stefan Ihde), ein Hersteller (Dr. Ihde Dental AG) und das Behandlungskonzept, für das dieser Kreis eintritt. Wer „ihde dental“ in das Suchfeld tippt, interessiert sich meist für das Dritte, stößt aber zuerst auf die beiden anderen. Hier geht es um den Hersteller. Die Methode selbst beschreiben wir im Ratgeber „Was ist ein Ihde-Implantat?“, den Unterschied zum herkömmlichen Implantat in einem eigenen Vergleich.
Die Firmengeschichte stützt sich auf den Lebenslauf, den Stefan Ihde auf seiner eigenen Website veröffentlicht. Diesem Text zufolge gründete sein Vater Klaus Ihde das Unternehmen 1954 als kleinen Familienbetrieb, der Dentalbedarf und Verbrauchsmaterial verkaufte. Nach dem Tod des Vaters 1989 übernahm Stefan Ihde die Firma und richtete sie auf die Entwicklung, Erforschung und Herstellung von Implantaten und Verbrauchsmaterial aus. Derselbe Text nennt Gesellschaften der Gruppe in der Schweiz, in Deutschland, Belarus, der Ukraine und Russland. Das sind Angaben des Gründers selbst; mit einem unabhängigen Handelsregistereintrag haben wir sie nicht abgeglichen.
Nach der eigenen Website des Unternehmens besteht sein Kerngeschäft heute in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Zahnimplantaten. Verbrauchsmaterial beziehe es von Zulieferern, die Implantate stelle es selbst her, und zwar seit mehr als 30 Jahren in Gommiswald. Als Werkstoff nennt es Ti6Al4V ELI, also die hochreine Titanlegierung, die als „Grade 5“ bezeichnet wird. Auf den Flächen, die in den Knochen kommen, verwende es keine chemische Behandlung; wo ein Produkt eine raue Oberfläche braucht, werde sie per Laser aufgeraut.
Der Katalog teilt sich in zwei Familien, und dieses Detail kennen die meisten Patienten nicht. Zur einteiligen Gruppe gehören KOS, KOS ROOT, BCS, ZSI und TPG uno. In der zweiteiligen Gruppe stehen Hexacone, TPG, S-System, Bone Level Plus und Xign; das sind Konstruktionen mit getrenntem Implantatkörper und Aufbau, nahe an der herkömmlichen Implantologie. Dass ein Implantat von diesem Hersteller stammt, heißt also nicht, dass die Behandlung nach dem kortikobasalen Konzept erfolgt. Deshalb lohnt es sich, in der Klinik nachzufragen, welches Produkt verwendet wird.
Auch die Produktbeschreibungen des Herstellers ziehen einige klare Grenzen. Für KOS heißt es, das Design als Kompressionsschraube erlaube bei korrekter Chirurgie und guter Knochenqualität, die Prothetik spätestens innerhalb von drei Tagen einzusetzen. Zu BCS steht dort, es lasse sich bei ausreichender basaler Abstützung sofort in die Extraktionsalveole setzen, die Prothetik müsse vor dem 3. Tag eingesetzt werden, und die Verwendung sei ausschließlich autorisierten Anwendern vorbehalten. Für TPG uno und TPG sagt der Hersteller ausdrücklich, dass sie für die Versorgung eines einzelnen Zahns nicht geeignet sind. ZSI ist laut Hersteller ein Implantat, das vom seitlichen Oberkiefer aus gesetzt und im Bereich des Jochbeins verankert wird; es wird nur von erfahrenen Behandlern mit guter Kenntnis der Anatomie eingesetzt.
Die Markennamen sorgen für zusätzliche Verwirrung. Laut strategic-implant.com ist der Name Strategic Implant® ein geschützter Begriff für die Implantate der Simpladent GmbH in der Schweiz. Corticobasal® wiederum ist der Name der Produktgruppe, den die Dr. Ihde Dental AG auf ihrer eigenen Website mit dem Registrierungszeichen führt. Die Website von Simpladent schreibt, dass Stefan Ihde und sein Team in der Klinik der Simpladent GmbH behandeln und dort ausschließlich in der Schweiz hergestellte Implantate der Marken Strategic Implant® und BECES® verwendet werden. Kurz gesagt: Es gibt mehrere Unternehmen und mehrere Marken, aber alle gruppieren sich um dieselbe Person.
Seitlich eingebrachte Diskimplantate (BOI) tauchen im heutigen Katalog nicht auf. Laut dem deutschen Patientenportal implantate.com ist die eingetragene Marke BOI auf die Biomed Est. registriert, und die Diskimplantate sind aus dem Produktkatalog des Herstellers verschwunden; über den Grund, so das Portal, lasse sich nur spekulieren. Auch auf der aktuellen Produktseite des Unternehmens ist kein Implantat in Scheibenform aufgeführt. Wer sich vor Jahren ein Diskimplantat hat setzen lassen, hat damit einen Grund, die Frage nach Nachsorge und Ersatzteilen frühzeitig anzusprechen.
Für die Fortbildung gibt es die International Implant Foundation (IF). Die Stiftung hat ihren Sitz in München und bezeichnet sich als gemeinnützige, wissenschaftlich ausgerichtete Stiftung privaten Rechts. Die Fortbildungsseite des Unternehmens nennt sie „unseren Partner“. Nach der Seite der Stiftung selbst leitete Stefan Ihde von 2006 bis 2018 ihre Implantatfakultät und ist seit 2025 Vorsitzender des Vorstands. Die Stiftung gibt seit 2006 die Zeitschrift CMF Implant Directions heraus und veröffentlicht Konsensuspapiere; auch der in PubMed gelistete Konsensus von 2019 ist ein Text, den Ihde im Namen der Stiftung unterzeichnet hat.
Für sich genommen widerlegt dieses Bild nichts, doch beim Lesen sollten Sie eines wissen: Hersteller, Fortbildungsstiftung, Zeitschrift und Konsensustext stammen aus demselben Kreis. Einschätzungen von außen fallen vorsichtiger aus. Die Seite des deutschen Patientenportals implantate.com zu Diskimplantaten (BOI) schreibt, dass die wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland diese Implantatformen nicht empfehlen und dazu keine evidenzbasierten Erkenntnisse vorliegen; verfasst hat die Seite ein Zahnarzt, der Mitglied der DGI und der DGZMK ist. Wer eine Studie bewertet, schaut deshalb als Erstes, ob die Autoren mit der Stiftung oder dem Hersteller verbunden sind.
Wo das Wissen über den Hersteller hilft und wo nicht
Den Hersteller zu kennen hilft bei manchen Fragen wirklich weiter, bei anderen sagt es gar nichts. Wer beides auseinanderhält, schützt sich vor falschem Vertrauen ebenso wie vor unbegründetem Misstrauen.
Wann es passt
- Bei der Frage nach dem verwendeten ProduktWer weiß, dass der Katalog zwei getrennte Familien hat, kann nachfragen, was der Satz „Wir machen Ihde“ genau bedeutet: ein einteiliges kortikobasales Implantat oder ein zweiteiliges herkömmliches System.
- Bei Dokumentation und ErsatzteilenLiegen Ihnen Produktname, Durchmesser und Länge schriftlich vor, weiß auch Jahre später eine andere Praxis, welches Teil gebraucht wird. Der Firmenname allein leistet das nicht.
- Bei der Nachsorge alter DiskimplantateDass BOI im aktuellen Katalog fehlt, ist für Patienten mit einem solchen Implantat Grund genug, Kontrollen und eine mögliche Entfernung frühzeitig mit ihrer Zahnärztin oder ihrem Zahnarzt zu besprechen.
- Beim Einordnen wissenschaftlicher VeröffentlichungenZu prüfen, ob die Autoren einer Studie mit der Stiftung oder dem Hersteller verbunden sind, ist der erste Schritt, um die Ergebnisse richtig zu gewichten. Eine solche Verbindung macht das Ergebnis nicht ungültig, macht eine unabhängige Wiederholung aber wichtiger.
Wann eher nicht
- Das Behandlungsergebnis vorhersagenZwei Behandlungen mit demselben Produkt können sehr unterschiedlich ausgehen. Über das Ergebnis entscheiden die Planung, der beim Setzen gemessene Halt und die Bisseinstellung am Tag des Einsetzens, nicht der Name des Herstellers.
- Die behandelnde Person beurteilenDass ein Produkt in der Schweiz hergestellt wird, sagt nichts über die Erfahrung der Behandler. Auch wenn der Hersteller für BCS eine Autorisierung verlangt, ist die eigentliche Frage, wie viele Fälle die Zahnärztin oder der Zahnarzt mit diesem Protokoll behandelt hat.
- Ein einzelner fehlender ZahnDer Hersteller schreibt selbst, dass TPG uno und TPG für die Versorgung eines einzelnen Zahns nicht geeignet sind. Für eine Einzellücke ist Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt vor Ort mit einem herkömmlichen Einzelzahnimplantat die richtige Adresse.
- Preise vergleichenDie Implantatmarke ist nur ein kleiner Posten der Gesamtkosten. Das Material des Zahnersatzes, die zahntechnische Arbeit und die Zahl der Implantate bestimmen den Unterschied zwischen zwei Angeboten weit stärker.
Was Sie fragen sollten, wenn in der Klinik „Ihde“ fällt
Mit dieser Reihenfolge wird aus dem Wort „Ihde-Implantat“ in einem Angebot eine greifbare Angabe. Jede Frage gehört zu der Art, die eine gute Klinik ohne Befremden beantwortet.
- 1
Fragen Sie nach dem Produktnamen
KOS, BCS, TPG uno, ZSI oder eines der zweiteiligen Systeme? Der Produktname legt fest, welches Design und welche Anwendungsbedingungen gelten.
- 2
Einteilig oder zweiteilig
Das einteilige Design hat keine Verbindungsschraube, dafür lässt sich der Winkel später nicht durch einen anderen Aufbau korrigieren. Beim zweiteiligen ist es umgekehrt. Welches Risiko Sie eingehen, zeigt diese Antwort.
- 3
Fragen Sie, wo der Halt geholt wird
Nach dem Konsensus der Stiftung von 2019 wird das Implantat bei diesem Konzept in der zweiten oder dritten Kortikalis verankert. Auf dem DVT lässt sich für jedes Implantat zeigen, welche Schicht angesteuert wird.
- 4
Fragen Sie nach der Ausbildung
Der Hersteller schreibt, dass BCS nur von autorisierten Anwendern verwendet werden darf. Das Zertifikat zu sehen ist ein Anfang; fragen Sie auch, wie viele Versorgungen des ganzen Kiefers im Jahr gemacht werden.
- 5
Verlangen Sie die Dokumentation
Produktname, Durchmesser, Länge und Lage jedes Implantats sollten Ihnen schriftlich ausgehändigt werden. Wenn Sie zu einer anderen Praxis gehen, ist das die wertvollste Angabe, die Ihnen bleibt.
- 6
Klären Sie, wer die Nachsorge übernimmt
Wo die Kontrollen stattfinden, an wen Sie sich bei einem Problem wenden und woher die Teile kommen, sollte vor der Behandlung feststehen.
Andere Wege für denselben Bedarf
Bei vielen fehlenden Zähnen oder für das ganze Gebiss ist dieser Hersteller nicht die einzige Möglichkeit. Bei der Entscheidung werden vor allem diese Wege miteinander verglichen.
Herkömmliche zweiteilige Implantatsysteme
Ein Weg mit breiter Datengrundlage, den viele Hersteller anbieten. Bei ausreichendem Knochenvolumen eine gut bekannte Möglichkeit; hat sich der Knochen abgebaut, braucht es meist zuerst einen Knochenaufbau.
Die zweiteiligen Systeme desselben Herstellers
Hexacone, TPG und ähnliche Produkte sind Konstruktionen mit getrenntem Implantatkörper und Aufbau. Der Firmenname ist derselbe, die Behandlungslogik liegt aber näher an der herkömmlichen Implantologie.
Festsitzende Protokolle mit wenigen Implantaten
Konzepte wie All-on-4 wollen die festsitzende Brücke in einem Kiefer auf weniger, meist schräg gesetzten Implantaten tragen. Sie lassen sich mit Produkten verschiedener Hersteller umsetzen.
Zygoma-Implantate
Ist im Oberkiefer sehr wenig Knochen vorhanden, kommen lange Implantate infrage, die im Jochbein verankert werden. ZSI des Herstellers ist eines davon; andere Hersteller haben ähnliche Produkte.
Herausnehmbare Prothese auf Implantaten
Eine Prothese, die auf wenigen Implantaten sitzt und herausgenommen und wieder eingesetzt wird. Chirurgischer Umfang und Kosten sind geringer; dafür sitzen die Zähne nicht fest.
Worauf beim Lesen über das Unternehmen zu achten ist
Ein großer Teil der Informationsquellen auf diesem Gebiet gehört dem Hersteller oder ihm nahestehenden Einrichtungen. Die folgenden Hinweise helfen, das Gelesene einzuordnen.
Selbstauskunft und unabhängige Angaben gehen ineinander über
Die meisten Zahlen wie Gründungsjahr, Dauer der Produktion oder Zahl der gesetzten Implantate stammen von der Website des Unternehmens oder seines Gründers. Falsch sind sie deshalb nicht; mit demselben Gewicht wie geprüfte Angaben sollte man sie aber nicht lesen.
Die Belege kommen aus demselben Kreis
Die Konsensuspapiere veröffentlicht die Stiftung, an ihrer Spitze steht der Inhaber des Unternehmens, und die Stiftung gibt ihre eigene Zeitschrift heraus. Vergleichende Langzeitstudien unabhängiger Forschungsgruppen gibt es nur in begrenzter Zahl.
Die Fachgesellschaften sind zurückhaltend
Das deutsche Patientenportal implantate.com schreibt zu Diskimplantaten (BOI), dass die wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland diese Implantatformen nicht empfehlen. Das beweist nicht, dass die Methode nicht funktioniert; es zeigt, dass die bisherige Datenlage diese Gesellschaften noch nicht überzeugt hat.
Die Markennamen gehen durcheinander
Corticobasal®, Strategic Implant®, BECES® und BOI sind Namen mit unterschiedlichen Inhabern. Steht in den Unterlagen nur „Ihde“, wird es später schwer herauszufinden, welches Teil gebraucht wird.
Produkte können sich ändern
Dass die Diskimplantate aus dem Katalog verschwunden sind, ist ein Beispiel dafür. Bei einer Behandlung, die lange halten soll, gehört eigens gefragt, ob das verwendete System auch in Jahren noch unterstützt wird.
Wann die Produktangaben nach der Behandlung nützen
Ihren eigentlichen Wert bekommt die Angabe zum Hersteller nach der Behandlung, wenn etwas ausgetauscht oder repariert werden muss.
Der Tag des Einsetzens
Wird die endgültige Brücke eingesetzt, sollten Ihnen Produktname, Durchmesser und Länge jedes Implantats schriftlich ausgehändigt werden. Betrachten Sie diese Unterlage als Dokument, das Sie zusammen mit der Brücke entgegennehmen.
Die ersten Kontrollen
Der Biss wird erneut gemessen, bei Bedarf werden kleine Einstellungen vorgenommen. In dieser Phase kann die Zahnärztin oder der Zahnarzt die dokumentierten Produktangaben mit dem Röntgenbild abgleichen.
Regelmäßige Kontrollen
Das Zahnfleisch rund um die Implantate und die Sauberkeit der Brücke werden beobachtet. Gleich welches Produkt verwendet wurde, die Gesundheit des umgebenden Gewebes hängt an der regelmäßigen Kontrolle.
Beim Wechsel der Praxis oder des Wohnorts
Kennt die neue Praxis das System, beginnt sie ihre Arbeit mit der Dokumentation. Kennt sie es nicht, ist die Dokumentation der schnellste Weg, Sie an die richtige Fachperson weiterzuleiten.
Warten Sie in diesen Fällen nicht
- Die Brücke bewegt sich oder klickt. Eine festsitzende Brücke wackelt nicht. Eine kleine Bewegung bleibt bei früher Kontrolle ein einfacher Handgriff; wartet man ab, wird mehr daraus.
- Blutung oder schlechter Geschmack rund um das Implantat. Die European Federation of Periodontology zählt Blutungen beim Putzen, geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch oder einen schlechten Geschmack zu den Warnzeichen einer Erkrankung rund um das Implantat.
- Ihnen liegt keine Implantatdokumentation vor. Wenden Sie sich an die Klinik, die behandelt hat, und verlangen Sie Produktname, Durchmesser und Länge schriftlich. Solange kein Problem besteht, ist das viel einfacher, als erst danach zu suchen.
- Fieber, sich ausbreitende Schwellung oder Schluckbeschwerden. Dieses Bild spricht für eine sich ausbreitende Infektion, und die Frage nach dem Produkt muss warten. Gehen Sie noch am selben Tag zu einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt; fällt Ihnen das Schlucken oder Atmen schwer, rufen Sie den Notruf 112 an oder gehen Sie direkt in die Notaufnahme.
Welchen Anteil das Produkt an den Kosten hat
Wir nennen keine Zahlen; eine belastbare Zahl ergibt sich erst, wenn das DVT gesehen wurde. Die Produktwahl macht in der Summe weniger aus, als man meist annimmt. Entscheidend sind diese Posten:
- Welche Produktfamilie verwendet wird
- Einteilige und zweiteilige Systeme unterscheiden sich sowohl in der Zahl der Teile als auch im Bedarf an Aufbauten. Legen Sie beim Vergleich von Angeboten gleichartige Produkte nebeneinander.
- Zahl der Implantate
- In kortikobasalen Plänen wird die Zahl meist höher angesetzt, um die Last zu verteilen. Sie richtet sich nicht nach dem Wunsch der Patienten, sondern nach dem Zustand des Knochens.
- Zahnersatz und zahntechnische Arbeit
- Die endgültigen festsitzenden Zähne, die am dritten Tag eingesetzt werden, sind mit Material und Laborarbeit in den meisten Plänen der größte Teil der Summe.
- Ob ein Knochenaufbau nötig ist
- Lässt sich der Halt aus der tiefen Kortikalis holen, entfällt ein Knochenaufbau in den meisten Fällen; dieser Posten macht den größten Unterschied zwischen beiden Wegen aus.
Häufige Fragen
Aus welchem Land kommt Ihde Dental?
Aus der Schweiz. Die Adresse auf der Website des Unternehmens liegt in Gommiswald, und nach eigener Angabe produziert es dort seit mehr als 30 Jahren. Laut dem Lebenslauf der Gründerfamilie hat die Gruppe auch in anderen Ländern Gesellschaften.
Sind Ihde Dental und Stefan Ihde dasselbe?
Nein. Stefan Ihde ist Zahnarzt; die Dr. Ihde Dental AG ist das Herstellerunternehmen, das er 1989 von seinem Vater übernommen hat. Die Methode trägt den Namen des Zahnarztes, die Implantate sind Produkte des Unternehmens.
Stellt das Unternehmen nur kortikobasale Implantate her?
Nein. Neben einteiligen Produkten wie KOS, BCS und TPG uno stehen im Katalog auch zweiteilige Systeme wie Hexacone, TPG, S-System, Bone Level Plus und Xign. „Marke Ihde“ zeigt deshalb für sich genommen nicht, dass nach dem kortikobasalen Konzept behandelt wird.
Was bedeutet BCS?
In Veröffentlichungen steht es für „basal cortical screw“, also eine basal-kortikale Schraube. Nach der Beschreibung des Herstellers lässt es sich bei ausreichender basaler Abstützung sofort in die Extraktionsalveole setzen, und die Prothetik soll vor dem 3. Tag eingesetzt werden. Der Hersteller beschränkt die Verwendung auf autorisierte Anwender.
Sind Strategic Implant und Ihde Dental dasselbe?
Nicht ganz. Laut strategic-implant.com ist der Name Strategic Implant® ein geschützter Begriff für die Implantate der Simpladent GmbH in der Schweiz. Beide Unternehmen gehören zum Umfeld von Stefan Ihde; dass der Markenname in der Dokumentation richtig steht, ist aber wichtig, um später Teile zu finden.
Werden Diskimplantate (BOI) noch hergestellt?
In der aktuellen Produktliste des Unternehmens ist kein Implantat in Scheibenform zu finden. Auch implantate.com schreibt, dass die Diskimplantate aus dem Katalog des Herstellers verschwunden sind. Haben Sie ein solches Implantat im Mund, besprechen Sie den Nachsorgeplan eigens mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt.
Ist die International Implant Foundation eine unabhängige Einrichtung?
Die Stiftung bezeichnet sich als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts. An der Spitze ihres Vorstands steht aber Stefan Ihde, der Inhaber des Unternehmens, und das Unternehmen nennt die Stiftung seinen Fortbildungspartner. Die Frage nach der Unabhängigkeit gehört mit diesem Wissen zusammen beurteilt.
Wie finde ich heraus, welche Marke das Implantat in meinem Mund hat?
Am zuverlässigsten ist es, bei der Klinik, die behandelt hat, Produktname, Durchmesser und Länge schriftlich anzufordern. Ein Röntgenbild kann einer erfahrenen Zahnärztin oder einem erfahrenen Zahnarzt einen Hinweis geben, ersetzt die Dokumentation aber nicht.
Quellen
- Prof. Dr. Stefan Ihde (ihde.com)Wikipedia Translation - Prof. Dr. Stefan Ihde
- Dr. Ihde Dental AGUnternehmen
- Dr. Ihde Dental AGProdukte
- Dr. Ihde Dental AGCorticobasal® Implantate
- Strategic Implant®Strategic Implant®
- International Implant Foundation IF®Organization
- Ann Maxillofac Surg 2019 (PubMed)Indications and Treatment Modalities with Corticobasal Jaw Implants.
- implantate.comDiskimplantate - BOI (basal osseointegrierende Implantate)
- European Federation of PeriodontologyPeri-implant diseases
- Simpladent® GmbHGeschichte | Simpladent® GmbH Schweiz
- Dr. Ihde Dental AGFortbildung | Dr. Ihde Dental AG
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